Genfutter, Tierschutz und Wohlfühl-Marketing

Kühe im Stall, Futter

21. Januar 2013 | von: Heike Baron

Alle Jahre wieder findet die Grüne Woche in Berlin statt, seit 2011 begleitet von der Großdemonstration "Wir haben es satt" gegen "die Agrarindustrie". Tierhaltung und Tierwohl waren dieses Jahr ein Hauptthema. Parallel dazu stellte der Deutsche Tierschutzbund ein Tierschutz-Label für Lebensmittel tierischen Ursprungs vor. Um Fleisch mit diesem Label vermarkten zu dürfen, müssen die Viehhalter unter anderem auf Futter aus gentechnisch veränderten Pflanzen verzichten. Liebe Tierschützer: Was hat das mit dem Wohlergehen der Tiere zu tun? Die Kriterien für das Tierschutz-Label - die deutlich über die gesetzlichen Tierschutzstandards hinausgehen - wurden gemeinsam von Wissenschaftlern, dem Deutschen Tierschutzbund, verschiedenen Fleischerzeugern und… Mehr 

Naturschutz, Gentechnik und “moderne Grüne”

Baum

8. Januar 2013 | von: Gerd Spelsberg

In einer fulminanten, sehr persönlichen Rede auf der Oxford Farming Conference hat sich der britische Umweltaktivist und Buchautor Mark Lynas dafür entschuldigt, „viele Jahre damit verbracht zu haben, Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen zu zerstören“ und „eine wichtige technologische Innovation zu dämonisieren“. Das Echo vor allem im englischsprachigen Raum war riesig. Doch ganz so überraschend ist Lynas' spektakuläre Kehrtwende nicht. In den USA und auch in Großbritannien hat sich eine neue Denkweise im Natur- und Umweltschutz entwickelt, die zunehmend an Boden gewinnt und der die tiefe, für die deutsche Umweltbewegung charakteristische Unversöhnlichkeit von (neuen) Technologien und Natur fremd ist. … Mehr