Wohlduftender Reis. Oder: Was macht eine Pflanze zu einer “gentechnisch veränderten”?

reiskoerner

18. Februar 2015 | von: Gerhart Ryffel

Ein zentraler Punkt in der Kontroverse um die Gentechnik ist, ob die Methoden wichtig sind, wie eine neue Pflanzensorte gemacht wird, oder, ob die Eigenschaften der neuen Pflanzensorte entscheidend sind. Die Problematik lässt sich am Beispiel des Reises veranschaulichen. Wohlduftender Reis wie zum Beispiel Basmati ist bei vielen Konsumenten sehr beliebt, für andere ist er eher ungewohnt oder sogar ekelig. Der aromatische Duft beruht vorwiegend auf dem Geruchsstoff 2AP (2-acetyl-1-pyrroline) und wird durch eine Mutation im Gen BADH2 hervorgerufen, das für ein Enzym codiert. Da wohlduftender Reis häufig zu besseren Preisen vermarktet werden kann, wünschen sich Reisbauern, ihre bewährten… Mehr