Wozu noch transGEN?

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11. November 2013 | von: Gerd Spelsberg

Machen wir uns nichts vor: Die Grüne Gentechnik ist in Deutschland gesellschaftlich und politisch ziemlich erledigt. „Keine Gentechnik“ ist anscheinend Konsens. Wozu denn noch transGEN? Als wir 1997 – damals noch unter dem Dach der Verbraucher Initiative – damit begannen, eine Internetplattform zu „Gentechnik bei Lebensmitteln“ aufzubauen, war die Grundidee einfach: Transparenz und Sachinformation. Damals wurden in Brüssel gerade halbherzig die ersten Kennzeichnungsvorschriften auf den Weg gebracht. In den USA gab es die Anti-Matsch-Tomate und in Hamburg und Rotterdam liefen – schon begleitet von Greenpeace-Schlauchbooten – Frachter ein, die erstmals auch gentechnisch veränderte Sojabohnen nach Europa brachten. Es war… Mehr 

„Ohne Transparenz kein Vertrauen.“
Gentechnik-Befürworter in den USA plädieren für eine umfassende Kennzeichnung

GMO Label

25. Oktober 2013 | von: Gerd Spelsberg

Am 5. November stimmt die Bevölkerung im US-Bundesstaat Washington über eine Initiative (I-522) zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel ab. Kurz vor der Entscheidung liegen die Befürworter in den Umfragen deutlich vorn, und es wäre eine Überraschung, wenn es den Kennzeichnungs-Gegnern – trotz der mit Spenden aus der Industrie gut gefüllten Kassen – wie vor einem Jahr in Kalifornien im letzen Moment noch gelingen sollte, das Blatt zu wenden. „Der Kampf ist verloren“, provozierte der britische Buchautor Mark Lynas und bekannte Gentechnik-Konvertit seine Zuhörer bei seinem Vortrag auf dem Food Integrity Summit am 15. Oktober in Chicago. Mehr noch: Er plädierte… Mehr 

Wie kommt die Gentechnik in den Bioladen?

Obst und Gemüse

12. August 2013 | von: Gerd Spelsberg

Vor ein paar Tagen hat das ZDF-Verbrauchermagazin WISO „Gentechnik im Biomarkt“ aufgespürt und ziemlich spektakulär darüber berichtet. Zwar war es nicht das erste Mal, dass Gentechnik – immer auch Chiffre für alles Unerwünschte, Gefährliche und Unkontrollierbare – irgendwo entdeckt wurde, wo sie nicht hingehört – etwa als „Verunreinigung“ auf einem Weizenfeld, in Saatgut, Futtermittel, Reis oder Honig. Aber bei diesem Fall war einiges anders. Denn betroffen waren Bioprodukte. Die Rollen von Gut und Böse, von Täter und Opfer waren damit nicht so eindeutig zuzuweisen wie man das  bei einem der üblichen Lebensmittelskandale gewohnt ist. Diesmal ist es komplizierter und weniger… Mehr 

Was ist ein gentechnisch veränderter Organismus? Wenn die Forschung die Gesetze überholt

Regenerierende Tabakpflanzen nach Transformation

12. Juli 2013 | von: Heike Baron

Was ist ein gentechnisch veränderter Organismus? Laut Gentechnikgesetz ist es „ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verändert worden ist, wie sie unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt“ (§3).  Weiterhin ist gesetzlich festgelegt, dass für den Umgang mit diesen Organismen besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten, vor allem dann, wenn sie in die Umwelt entlassen werden, und dass Produkte, die daraus hergestellt werden, gekennzeichnet werden müssen, um den Verbrauchern Wahlfreiheit zu ermöglichen. Bis auf die Kennzeichnungspflicht steht all das bereits im ersten Gentechnikgesetz, das 1990 verabschiedet wurde. Damals bezog sich das Gesetz in erster Linie auf Mikroorganismen.… Mehr 

Monsanto gibt die Gentechnik in Europa auf: Das Gute hat gesiegt – und nun?

Frankenfood

7. Juni 2013 | von: Gerd Spelsberg

Eine wirkliche Überraschung war es eigentlich nicht, aber dennoch griffen es fast alle Medien auf und bei Twitter lief es rauf und runter: Monsanto gibt „den Kampf für gentechnisch verändertes Saatgut in Europa auf“ (taz). Keine Lobbyarbeit mehr, keine Anträge für neue Anbauzulassungen gentechnisch veränderter Pflanzen, auch keine Freilandversuche. „Widerstand lohnt sich“, feiern sich die Gentechnik-Gegner. „Ein Triumph der Unvernunft“, kommentierte auf der anderen Seite Hartmut Wewetzer in der Zeit. Doch, so merkwürdig das klingt: Der Rückzug könnte auch Chancen eröffnen, endlich nüchtern und ohne den ganzen Monsanto-Ballast über Pflanzenforschung und die Relevanz gentechnischer Verfahren zu diskutieren. Seit 1996… Mehr 

Warum Anhänger des ökologischen Landbaus eigentlich für Grüne Gentechnik sein müssten

Gerstenfeld

26. April 2013 | von: Keith Kloor und Ramez Naam

Was wäre, wenn es eine Landwirtschaft gäbe, die den Regenwald bewahrt, Giftstoffe im Wasser und in den Böden reduziert und uns mit nährstoffreichen, gesünderen Lebensmitteln versorgt? Klingt wie ökologischer Landbau, oder? Ist aber Grüne Gentechnik. Die Ziele der Öko-Landwirtschaft – weniger Umweltbelastungen und bessere Nahrungsmittel – sind richtig. Aber die Öko-Landwirtschaft schöpft ihr Potenzial nicht aus. Nehmen wir die Ernährung: Es gibt verschiedene Studien (wie diese hier aus Stanford oder diese aus Großbritannien), die im Kern immer zum gleichen Ergebnis kommen: Bio-Lebensmittel sind insgesamt nicht besser oder schlechter als vergleichbare konventionelle Produkte. In Bezug auf die Umweltauswirkungen, möchte man meinen,… Mehr