“Glücksfall” Gen-Bäume

Eukalyptus Blüte, Sardinien

26. Januar 2011 | von: Matthias Fladung

Ist die Wissenschaft denn nun völlig übergeschnappt?“

Diese oder eine ähnliche Frage mag sich der eine oder andere Leser stellen. Nach Gen-Mais, Gen-Raps und Genkartoffeln kommen nun auch Gen-Bäume? Sei es einmal dahingestellt, dass alle Pflanzen, Tiere und sogar wir selbst Gene beinhalten, muss denn auch noch an den Genen von Bäumen „herumgespielt“ werden? Ist es denn nur der Spieltrieb der Wissenschaftler oder sind es ihre Machtphantasien? Oder übersehen wir in unserer etwas naiven Vorstellung einfach nur die Tatsache, dass die Veränderung von Genen eine der treibenden Kräfte der Evolution darstellt? Aber ok, Evolution verläuft langsam,… Mehr 

Wissenschaftliche Diskussionen…

20. Januar 2011 | von: Stefan Rauschen

...spielen ja immer wieder eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung um das Für und Wider der Pflanzenbiotechnologie. Ich hatte unter dem Titel "Wie Wissenschaft funktioniert" (wo es um die Kontroverse um eine Studie zu den Auswirkungen des Cry1Ab Proteins auf den Zweipunktmarienkäfer Adalia bipunctata ging) schon mal auf solche "Gelehrtenstreits" hingewiesen.

Zuletzt gab es eine ähnliche Kontroverse um ein Paper in Science, das für Aufregung sorgte, weil es angeblich zeigte, dass ein Bakterium anstatt Phosphor Arsen in das Rückgrat der DNA und in Proteine eingebaut hatte. Scheinbar sind die Belege dafür aber nicht so stark wie… Mehr 

Unter dem Radar…

8. September 2010 | von: Stefan Rauschen

...gehen einigen gegenüber der Pflanzenbiotechnologie "kritischen" Organisationen einige Sachen durch. Und entlarven dabei, auf welch hölzernen Fundamenten einige "Argumente" fußen.

Ein Beispiel, dass dies auf grandiose Weise aufzeigt, stelle ich heute genauer vor, nachdem ich das vor einiger Zeit schonmal angeschnitten hatte.

Vorwegschicken möchte ich, dass es mir hier nicht darum geht, die einen gegen die anderen auszuspielen. Weder die einen Züchtungstechniken, gegen die anderen. Noch die einen Firmen, gegen die anderen. Ich finde, man sollte Technologie-offen sein, und jene Technologien nutzen, die sicher sind und einen sinnvollen Beitrag zu einer Problemlösung liefern können.… Mehr 

Wie Wissenschaft funktioniert…

30. August 2010 | von: Stefan Rauschen

...ist allgemein bekannt, oder sollte es zumindest sein. Vielen Menschen sind einige Feinheiten allerdings nicht ganz klar, deswegen ist es heute, weil eine interessante Studie veröffentlicht wurde, an der Zeit, das hier mal zu beleuchten.

Zunächst ist einmal wichtig festzuhalten, dass man etwas nicht "beweisen" kann. Man kann nicht von beobachteten Einzelfällen auf ein allgemeingültiges Gesetz schließen. Das nennt man das Induktionsproblem. Allerdings ist es natürlich Sinn von Wissenschaft, möglichst allgemeingültige Gesetze zu finden, daher besteht hier ein gewisser Widerspruch (auf den ich eigentlich nicht weiter eingehen will, weil Wissenschaftsphilosophie zwar äusserst interessant ist, ich aber… Mehr 

Situation im 21. Jahrhundert

soja-unkrautkontrolle_ars_1024x689

19. August 2010 | von: Dirk Bussis

Die globale Situation der Versorgung mit Nahrungsmitteln hat sich im 21. Jahrhundert deutlich geändert. Noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten wir so etwas wie eine „schwarz-weiß“ Situation. In den Industrieländern Überproduktion, Überfluss, in den Entwicklungsländern Mangel, Unterernährung. Alles ein Verteilungsproblem. So wurde die Situation zumindest häufig dargestellt. Ob dies je wirklich so war, sei dahingestellt. Heute ist die Situation komplexer. Einige Probleme sind lange bekannt, wie die ständig weiter wachsende Weltbevölkerung, verbunden mit immer höherem Bedarf an Rohstoffen und Energie. Neu ist ein drastisch veränderter Lebensmittelkonsum in den Schwellenländern. Hier ist insbesondere die Nachfrage nach… Mehr 

Die Wissenschaftlichkeit…

30. Juni 2010 | von: Stefan Rauschen

...bleibt häufig auf der Strecke, wo Wissenschaft mit Politik aufeinandertreffen.

Ein gutes Beispiel hierfür war eine Diskussionsveranstaltung, welche Ulrike Höfken für ihre Fraktion (Bündnis90/Grüne) am Montag in Berlin organisiert hatte. Und inbesondere der Vortrag, den Angelika Hilbeck dort hielt.

Unter dem Titel "Gen-Pflanzen: Alle sicher? - Risikoforschung und politische Verantwortung" hatte Frau Höfken nach Berlin eingeladen. Dort sollten "unabhängige, kritische" Wissenschaftler, welche die "Gegen-Expertise" zum Mainstream darstellen, darüber informieren, was aus ihrer Sicht in der Sicherheitsforschung gemacht werden sollte. Und sie sollten Gelegenheit bekommen, zu erklären, warum sie das derzeit nicht machen können.

Mehr