Monsanto gibt die Gentechnik in Europa auf: Das Gute hat gesiegt – und nun?

Frankenfood

7. Juni 2013 | von: Gerd Spelsberg

Eine wirkliche Überraschung war es eigentlich nicht, aber dennoch griffen es fast alle Medien auf und bei Twitter lief es rauf und runter: Monsanto gibt „den Kampf für gentechnisch verändertes Saatgut in Europa auf“ (taz). Keine Lobbyarbeit mehr, keine Anträge für neue Anbauzulassungen gentechnisch veränderter Pflanzen, auch keine Freilandversuche. „Widerstand lohnt sich“, feiern sich die Gentechnik-Gegner. „Ein Triumph der Unvernunft“, kommentierte auf der anderen Seite Hartmut Wewetzer in der Zeit. Doch, so merkwürdig das klingt: Der Rückzug könnte auch Chancen eröffnen, endlich nüchtern und ohne den ganzen Monsanto-Ballast über Pflanzenforschung und die Relevanz gentechnischer Verfahren zu diskutieren. Seit 1996… Mehr 

Der Konflikt um HannoverGen: “Eine einseitige Ausrichtung hätten die Lehrer niemals hingenommen.”

Wiebke Rathje, HannoverGen

14. März 2013 | von: Redaktion

Die neue rot-grüne Landesregierung will das Schulprojekt HannoverGen beenden. Gute Gene, schlechte Gene sprach dazu mit der wissenschaftlichen Koordinatorin des Projekts, Dr. Wiebke Rathje von der Universität Hannover. Redaktion Gute Gene, schlechte Gene: Sie sind wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover und Koordinatorin von HannoverGen. Was ist Ihre Aufgabe? Wiebke Rathje: Ich kümmere mich um die Ausstattung der Labore und habe zusammen mit den Didaktikerinnen das Konzept für die Labortage entwickelt. Ich war auch an der Zusammenstellung der Materialen beteiligt. Eine meiner Hauptaufgaben sind die Lehrerfortbildungen mit Einführungen in die molekularbiologischen Techniken. Das alles geschah - und geschieht auch… Mehr 

Es kann nicht sein, was nicht sein darf

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11. Juli 2012 | von: Heike Baron

Unwahr, irreführend, Bestandteil einer bezahlten Monsanto-Kampagne – es sind massive Vorwürfe, mit denen sich Wissenschaftler der Universität Göttingen konfrontiert sehen. Die Vorwürfe werden fleißig verbreitet, denn ein liebgewordenes Feindbild ist in Gefahr. Es kann und darf einfach nicht wahr sein, dass indische Bauern vielleicht doch vom Anbau gentechnisch veränderter Baumwolle profitiert haben könnten. Aber nochmal von vorn: Für eine Studie, die Anfang Juli in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, hat die Arbeitsgruppe von Matin Qaim über sieben Jahre hinweg insgesamt 533 bäuerliche Kleinbetriebe untersucht, und zwar in den vier indischen Bundesstaaten, in denen… Mehr 

Kuh-Gene im Weizen. Von Monstern und Mischwesen

Kuh-Gene im Weizen

11. Juni 2012 | von: Gerd Spelsberg

Ein Mischwesen aus Kuh und Brot – das ist das Markenzeichen der Kampagne der englischen Anti-Gentech-Gruppe Take the flour back gegen den Freilandversuch mit gentechnisch verändertem Weizen am Rothamsted Research Institut. In den Weizen wurde ein Gen aus Minze eingeführt, das für einen „natürlichen“ Duftstoff zur Abwehr von Läusen codiert. Doch nicht etwa die Minze wird im Logo der Kritiker mit Weizen vermischt, sondern eine Kuh mit dem Grundnahrungsmittel Brot. Kuh-Gene im Weizen – das lässt schaudern und spricht mehr als alle Argumente das diffuse emotionale Unbehagen an, das offenbar viele gegenüber der Gentechnik empfinden. Im Fall des Rothamsted-Weizens… Mehr 

Greenpeace! Foodwatch! Bitte Übernehmen! Greenwashing wird immer dreister.

greenwashing

25. April 2012 | von: Gerd Spelsberg

„Als Greenwashing werden Kampagnen und PR-Aktionen bezeichnet, die einzelne Produkte, ganze Unternehmen oder politische Strategien unter ein »grünes« Licht stellen, sodass der Eindruck entsteht, die Akteure handeln entweder besonders umweltfreundlich oder besonders ethisch korrekt und fair“, so steht  es bei Reset for a better World. „Mit grünfärberischer Werbung werden Verbraucher systematisch in die Irre geführt“, kritisiert Foodwatch-Expertin Anne Markward im Greenpeace Magazin. „Das sind legale Lügen.“ Vielleicht hat sie es ja noch nicht bemerkt, aber in vielen Branchen wird nahezu inflationär ein ganz besonderes Greenwashing betrieben. Niemand hinterfragt es, keine noch so greenwashing-kritische Umwelt- oder Verbrauchergruppe stellt es an… Mehr 

Eine weitere Protagonistin…

23. September 2010 | von: Stefan Rauschen

...zu der ich heute etwas schreiben kann, ist die mittlerweile zu besonderer Berühmtheit gekommene "Vollzeitaktivistin" Hanna Poddig. Diese hat sich nämlich positiv auf einen Farbbeutel/Torten/Joghurt-Anschlag auf Jürgen Trittin (Büdnis90/Die Grünen) geäussert - während er noch, vollkommen verkleckst, gemeinsam mit ihr auf einem Diskussionspodium saß. Ein Video dazu, mit den Lautäusserungen sowohl von Poddig als auch von Trittin, gibts bei der Bild.

Poddig ist auch aktiv gegen Gentechnik, und auch sonst gegen so ziemlich "alles". Das sei ja auch nur konsequent, wie sie im Interview bei Einsweiter erklärt.

Bei Maybrit Illner durfte sie sich auch… Mehr