Genfutter, Tierschutz und Wohlfühl-Marketing

Kühe im Stall, Futter

21. Januar 2013 | von: Heike Baron

Alle Jahre wieder findet die Grüne Woche in Berlin statt, seit 2011 begleitet von der Großdemonstration "Wir haben es satt" gegen "die Agrarindustrie". Tierhaltung und Tierwohl waren dieses Jahr ein Hauptthema. Parallel dazu stellte der Deutsche Tierschutzbund ein Tierschutz-Label für Lebensmittel tierischen Ursprungs vor. Um Fleisch mit diesem Label vermarkten zu dürfen, müssen die Viehhalter unter anderem auf Futter aus gentechnisch veränderten Pflanzen verzichten. Liebe Tierschützer: Was hat das mit dem Wohlergehen der Tiere zu tun? Die Kriterien für das Tierschutz-Label - die deutlich über die gesetzlichen Tierschutzstandards hinausgehen - wurden gemeinsam von Wissenschaftlern, dem Deutschen Tierschutzbund, verschiedenen Fleischerzeugern und… Mehr 

Sojabohnen am Oberrhein. Die selbst verschuldete Eiweißlücke

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9. März 2012 | von: Gerd Spelsberg

Deutschland – und ähnlich auch Europa - hat eine Eiweißlücke. Es gibt zu wenig eiweißreiche Futtermittel und deswegen müssen große Mengen Sojabohnen aus Nord- und Südamerika eingeführt werden.

Diese Eiweißlücke ist in den letzten 10 – 20 Jahren immer größer geworden. Da es dafür keine Subventionen gab, lohnten sich die eiweißreichen heimischen Futterpflanzen wie Erbsen, Lupinen oder Bohnen nicht mehr und die Landwirte haben lieber Mais, Weizen oder Raps auf ihren Feldern ausgebracht. Zudem wurde nach der BSE-Krise die Verfütterung von – eiweißreichem! – Tiermehl verboten. Es war einfach eine billige und bequeme Lösung, die Produktion… Mehr 

Grenzwerte, Kontaminationen und der unbändige Wunsch nach Reinheit

15. Februar 2011 | von: Torben Hoffmeister

Da bemüht sich die EU-Kommission endlich um die Lösung eines Problems, das dem weltweiten Handel mit sog. cash crops und einer immer besseren Nachweisanalytik geschuldet ist. Aber wieder einmal wurde die Entscheidung vertagt. Es geht um die Einführung einer technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent. Unterhalb dieser Nachweisgrenze würde ein analytischer Befund einer in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanze dann nicht mehr automatisch zur Aberkennung der Verkehrsfähigkeit bei Futtermitteln führen. Worum geht es eigentlich?

Mit schöner Regelmäßigkeit werden in Futtermitteln, Lebensmitteln oder auch in Saatgut Spuren gentechnischer Veränderungen gefunden, die in der EU noch nicht… Mehr