Der Konflikt um HannoverGen: “Eine einseitige Ausrichtung hätten die Lehrer niemals hingenommen.”

Wiebke Rathje, HannoverGen

14. März 2013 | von: Redaktion

Die neue rot-grüne Landesregierung will das Schulprojekt HannoverGen beenden. Gute Gene, schlechte Gene sprach dazu mit der wissenschaftlichen Koordinatorin des Projekts, Dr. Wiebke Rathje von der Universität Hannover. Redaktion Gute Gene, schlechte Gene: Sie sind wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover und Koordinatorin von HannoverGen. Was ist Ihre Aufgabe? Wiebke Rathje: Ich kümmere mich um die Ausstattung der Labore und habe zusammen mit den Didaktikerinnen das Konzept für die Labortage entwickelt. Ich war auch an der Zusammenstellung der Materialen beteiligt. Eine meiner Hauptaufgaben sind die Lehrerfortbildungen mit Einführungen in die molekularbiologischen Techniken. Das alles geschah - und geschieht auch… Mehr 

Seid nicht so neugierig. Niedersachsens Schulen sind jetzt gentechnik-frei

Schülerexperimente, HannoverGEN

13. Februar 2013 | von: Gerd Spelsberg

Rot und Grün haben ihre Koalition in Niedersachsen schnell und geräuschlos ausgehandelt. Wenn nicht noch einer der Abgeordneten bei der Abstimmung bockt, dann wird Stephan Weil Ministerpräsident, der Diplom-Sozialwirt und „Bauernschreck“ Christian Meyer Agrarminister und Niedersachsen „ gentechnik-frei“. Und das bezieht sich nicht nur auf die Felder, sondern auch auf „Schulen und öffentliche Einrichtungen“. Damit ist wohl auch das Schicksal von HannoverGEN besiegelt, ein von der bisherigen Landesregierung gefördertes Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler in Biotechnologielaboren selbständig experimentieren können. Noch 2011 wurde HannoverGEN als „ausgewählter Ort“ im bundesweiten Wettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet. Doch inzwischen ist der gute Ruf… Mehr 

Greenpeace! Foodwatch! Bitte Übernehmen! Greenwashing wird immer dreister.

greenwashing

25. April 2012 | von: Gerd Spelsberg

„Als Greenwashing werden Kampagnen und PR-Aktionen bezeichnet, die einzelne Produkte, ganze Unternehmen oder politische Strategien unter ein »grünes« Licht stellen, sodass der Eindruck entsteht, die Akteure handeln entweder besonders umweltfreundlich oder besonders ethisch korrekt und fair“, so steht  es bei Reset for a better World. „Mit grünfärberischer Werbung werden Verbraucher systematisch in die Irre geführt“, kritisiert Foodwatch-Expertin Anne Markward im Greenpeace Magazin. „Das sind legale Lügen.“ Vielleicht hat sie es ja noch nicht bemerkt, aber in vielen Branchen wird nahezu inflationär ein ganz besonderes Greenwashing betrieben. Niemand hinterfragt es, keine noch so greenwashing-kritische Umwelt- oder Verbrauchergruppe stellt es an… Mehr 

Die Diskussion um die Gentechnik…

4. Februar 2011 | von: Stefan Rauschen

...nimmt ja schon mal merkwürdige, weil fundamentale Züge an. Bislang ist in der Europäischen Union, und gerade bei uns in Deutschland, die Diskussion auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen konzentriert. Weil diese entweder der Umwelt, oder aber tierischer und menschlicher Gesundheit schaden, oder aber kleinbäuerliche Strukturen vernichten. Oder eine beliebige Kombination dieser angeblichen Folgen.

Andere Anwendungen der Gentechnik (z.B. Herstellung von Medikamenten, Lebensmittelzusatzstoffen, Enzymen) werden dabei aussen vor gelassen. Und natürlich auch die Anwendung gentechnischer Methoden in der Bildung.

Dies scheint sich jetzt, zumindest in Frankreich, zu ändern. Dort hat sich ein Zusammenschluss… Mehr 

Die Zeit zwischen den Tagen…

so sieht mais aus: ein kolben

30. Dezember 2010 | von: Stefan Rauschen

...ist besinnlich und etwas ruhiger. Ich habe Urlaub und komme jetzt also in Ruhe dazu, lange zu schlafen, ein Manuskript durchzugehen, Antragsunterlagen zu vervollständigen und zu korrigieren, sowie weitere Anträge zu konzipieren und zu schreiben. Zwar nicht so effektiv, wie es sein könnte, aber es ist halt auch Urlaub, und der dient der Entspannung.

Andere Menschen sind genauso umtriebig in dieser Zeit, wie ich (oder sogar  noch umtriebiger). Der (Des)Informationsdienst Gentechnik titelt heute "Wikileaks: Diplomaten-Hilfe bei Gentechnik-Einführung in die EU". Dort schreiben die Kameraden:

"Wikileads-Enthüllungen zeigen, wie Gentechnikbefürworter versuchen, der Agro-Gentechnik in der EU zum… Mehr 

Das Bundesverfassungsgericht…

23. September 2010 | von: Stefan Rauschen

...verdient Respekt für seine Entscheidungen, denn diese sind (in meinen laienhaften Augen) immer sehr fundiert, nachvollziehbar und klar dargelegt. Und die Richter des Bundesverfassungsgerichtes haben oft genug allen möglichen Leuten auf die Finger geklopft, wenn es um Fragen der Verfassungsmäßigkeit beispielsweise politischer Entscheidungen und Gesetze ging.

Gestern entschied das Bundesverfassungsgericht, dass Greenpeace die Milch der Marke Müller weiterhin als "Genmilch" bezeichnen darf. Wie der trierische Volksfreund treffend formuliert, ein "Quatschwort".

In der Presseerklärung zur Begründung des Gerichtes, kann man nachlesen, warum so entschieden wurde: der Begriff sei "substanzarm" (wie umfassend zutreffend), und sein Inhalt… Mehr