Gentechnik-Mais 1507: Warum etwas verbieten, was niemand haben will?

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10. Januar 2014 | von: Gerd Spelsberg

In den nächsten Tagen muss die EU- und das heißt auch jeder einzelne Mitgliedsstaat – entscheiden, ob der gentechnisch veränderte Mais 1507 für den Anbau zugelassen werden soll. Es wäre – mal abgesehen vom Intermezzo mit der längst schon wieder verschwundenen Amflora-Kartoffel – seit sechzehn Jahren die erste gentechnisch veränderte Pflanze, deren Anbau in der EU grundsätzlich genehmigt würde. Eine eindeutige politische Entscheidung – dafür oder dagegen – hätte eine große symbolische Bedeutung. Und entsprechend hoch geht es her. Wie immer beschwören die Gentechnik-Gegner „unkalkulierbare Gefahren“ und das „Ende einer gentechnik-freien Landwirtschaft“. Ihre Kampagne - Unterschriften, Petitionen und auch… Mehr 

Von Gift und Genen. Die Züchtung der Lenape-Kartoffel

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4. November 2013 | von: Maggie Koerth-Baker

Gentechnisch veränderte Pflanzen - das bedeutet Risiken und Ungewissheit. Konventionell gezüchtete Pflanzen sind dagegen "von Natur aus" sicher. Dass es so einfach nicht ist, zeigt der Fall der Lenape-Kartoffel.  Die Lenape-Kartoffel, die in den 1960er Jahren entwickelt wurde, lieferte verdammt gute Fritten. Leider war sie auch giftig. Kartoffeln zu frittieren ist eine knifflige Angelegenheit. Ob das Ergebnis stimmt, hängt nicht nur von den Fähigkeiten des Kochs ab, sondern auch von der Kartoffel selbst. Festkochende Kartoffeln – mit hohem Zuckergehalt und niedrigem Stärkegehalt – bräunen etwas zu schnell, weil der Zucker durch die Hitze verändert wird. Bis das Innere gar ist,… Mehr 

Warum Anhänger des ökologischen Landbaus eigentlich für Grüne Gentechnik sein müssten

Gerstenfeld

26. April 2013 | von: Keith Kloor und Ramez Naam

Was wäre, wenn es eine Landwirtschaft gäbe, die den Regenwald bewahrt, Giftstoffe im Wasser und in den Böden reduziert und uns mit nährstoffreichen, gesünderen Lebensmitteln versorgt? Klingt wie ökologischer Landbau, oder? Ist aber Grüne Gentechnik. Die Ziele der Öko-Landwirtschaft – weniger Umweltbelastungen und bessere Nahrungsmittel – sind richtig. Aber die Öko-Landwirtschaft schöpft ihr Potenzial nicht aus. Nehmen wir die Ernährung: Es gibt verschiedene Studien (wie diese hier aus Stanford oder diese aus Großbritannien), die im Kern immer zum gleichen Ergebnis kommen: Bio-Lebensmittel sind insgesamt nicht besser oder schlechter als vergleichbare konventionelle Produkte. In Bezug auf die Umweltauswirkungen, möchte man meinen,… Mehr