Wir machen alles außer Gentechnik

Paprika

22. September 2014 | von: Gerd Spelsberg

Mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen wird es wohl vorerst nichts. Dass ein mehr oder weniger flächendeckendes Verbot in Deutschland kommt, scheint außer Frage. In erster Linie zielt es gegen „Gen-Mais“, aber auch andere „Gen-Pflanzen“ der großen Agrarkonzerne, falls sie in der EU eine Anbauzulassung erhalten sollten. Jedes Verbot bestätigt und bestärkt das Negativ-Image, das Grüne Gentechnik in der Öffentlichkeit hat. Doch: Welche Pflanzen und welche Züchtungsverfahren fallen eigentlich darunter? Das ist keine theoretische Frage. Daran entscheidet sich, was überhaupt eine Chance hat. Zwischen gentechnisch veränderten Pflanzen und allen übrigen, automatisch als „natürlich“ oder „herkömmlich gezüchtet“ wahrgenommen, besteht eine schroffe… Mehr 

Synthetische Biologie: Eine bessere Welt durch „extreme Gentechnik“?

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11. Juni 2014 | von: Gerd Spelsberg

Himmel und Hölle zugleich – und das bei einem Ökoprodukt. Hier: „Wenn wir in unseren Produkten anstelle von Palmöl Öl aus Algen verwenden, muss weniger Regenwald abgeholzt werden. So schützen wir den Lebensraum für den Orang Utan und andere bedrohte Tierarten.“ Dort: „Extreme Gentechnik, deren Risiken nicht abzusehen sind. Es ist eine Täuschung der Verbraucher, wenn diese Produkte als natürlich und nachhaltig beworben werden.“ Rettung der Welt oder Untergang, da gibt es keine Zwischentöne. Aber es griffe zu kurz, das als schrillen ideologischen Streit zwischen verbohrten Hardlinern irgendwo in einer Öko-Nische abzutun. Da zieht ein Grundsatzkonflikt herauf, der uns vermutlich… Mehr 

Wie kommt die Gentechnik in den Bioladen?

Obst und Gemüse

12. August 2013 | von: Gerd Spelsberg

Vor ein paar Tagen hat das ZDF-Verbrauchermagazin WISO „Gentechnik im Biomarkt“ aufgespürt und ziemlich spektakulär darüber berichtet. Zwar war es nicht das erste Mal, dass Gentechnik – immer auch Chiffre für alles Unerwünschte, Gefährliche und Unkontrollierbare – irgendwo entdeckt wurde, wo sie nicht hingehört – etwa als „Verunreinigung“ auf einem Weizenfeld, in Saatgut, Futtermittel, Reis oder Honig. Aber bei diesem Fall war einiges anders. Denn betroffen waren Bioprodukte. Die Rollen von Gut und Böse, von Täter und Opfer waren damit nicht so eindeutig zuzuweisen wie man das  bei einem der üblichen Lebensmittelskandale gewohnt ist. Diesmal ist es komplizierter und weniger… Mehr 

Grüne Gentechnik für die Grünen: Gezielte Cisgenese

Phythophthora: Befallene und gesunde Kartoffelpflanzen

19. Juli 2013 | von: Gerhart Ryffel

Die Kartoffelfäule, die durch den Pilz Phytophthora infestans ausgelöst wird, ist eines der grössten Probleme im Kartoffelanbau und erfordert eine massive chemische Bekämpfung. Selbst im Biolandbau kann man häufig nicht auf Spritzmittel verzichten, so dass die in der biologischen Landwirtschaft zugelassenen kupferhaltigen Mittel verwendet werden, die aber negative Auswirkungen auf die Bodenökologie haben. Schon seit Jahrzehnten wurde daher versucht, Kartoffelsorten zu züchten, die gegen die Kartoffelfäule resistent sind. Durch Kreuzen zwischen Speisekartoffeln, die bei Konsumenten sehr beliebt, aber gegen die Erreger der Kartoffelfäule anfällig sind, und Wildkartoffeln, die gegen diesen Pilzbefall natürlicherweise resistent sind, können relativ leicht pilzresistente Kartoffeln… Mehr 

Gescheitert.
Petition für unabhängige Risikoforschung im Bereich Bio- und Gentechnik

StRin Ulli Sima; Gilles-Eric Seralini; Christoph Then

18. Juni 2013 | von: Gerd Spelsberg

Eine Bundestagspetition für „Unabhängige Risikoforschung zu gentechnisch veränderten Pflanzen“ ist gescheitert: Nur knapp 3500 Unterzeichner kamen innerhalb von vier Wochen zusammen. Das Quorum von 50.000, bei dem sich der Bundestag mit dem jeweiligen Thema beschäftigen muss, wurde um Längen verfehlt. Erstaunlich, wo doch die in der Gesellschaft virulente Abneigung gegen die Agro-Gentechnik sich sonst bei jeder Gelegenheit in langen Unterschriftenlisten niederschlägt. Das Misstrauen gegen Behörden und die „offizielle“ Wissenschaft ist groß und der Vorwurf allgegenwärtig, sie seien mit der Agroindustrie verbandelt (wenn nicht gar von ihr gekauft). Eigentlich ein leichtes Spiel, um Politik und vor allem die wissenschaftsnahen Behörden… Mehr 

Warum Anhänger des ökologischen Landbaus eigentlich für Grüne Gentechnik sein müssten

Gerstenfeld

26. April 2013 | von: Keith Kloor und Ramez Naam

Was wäre, wenn es eine Landwirtschaft gäbe, die den Regenwald bewahrt, Giftstoffe im Wasser und in den Böden reduziert und uns mit nährstoffreichen, gesünderen Lebensmitteln versorgt? Klingt wie ökologischer Landbau, oder? Ist aber Grüne Gentechnik. Die Ziele der Öko-Landwirtschaft – weniger Umweltbelastungen und bessere Nahrungsmittel – sind richtig. Aber die Öko-Landwirtschaft schöpft ihr Potenzial nicht aus. Nehmen wir die Ernährung: Es gibt verschiedene Studien (wie diese hier aus Stanford oder diese aus Großbritannien), die im Kern immer zum gleichen Ergebnis kommen: Bio-Lebensmittel sind insgesamt nicht besser oder schlechter als vergleichbare konventionelle Produkte. In Bezug auf die Umweltauswirkungen, möchte man meinen,… Mehr