Wie kommt die Gentechnik in den Bioladen?

12. August 2013 | von:

Obst und Gemüse

Vor ein paar Tagen hat das ZDF-Verbrauchermagazin WISO „Gentechnik im Biomarkt“ aufgespürt und ziemlich spektakulär darüber berichtet. Zwar war es nicht das erste Mal, dass Gentechnik – immer auch Chiffre für alles Unerwünschte, Gefährliche und Unkontrollierbare – irgendwo entdeckt wurde, wo sie nicht hingehört – etwa als „Verunreinigung“ auf einem Weizenfeld, in Saatgut, Futtermittel, Reis oder Honig. Aber bei diesem Fall war einiges anders. Denn betroffen waren Bioprodukte. Die Rollen von Gut und Böse, von Täter und Opfer waren damit nicht so eindeutig zuzuweisen wie man das  bei einem der üblichen Lebensmittelskandale gewohnt ist. Diesmal ist es komplizierter und weniger eindeutig – und gerade deswegen dürfte es nicht der letzte Konflikt dieser Art gewesen sein.

Noch mal zur Erinnerung: WISO hatte aus zahlreichen Filialen von Biomarktketten Gemüse wie Chicorée, Blumenkohl und Brokkoli untersuchen lassen. Bei nahezu der Hälfte der Proben hatten die Tester „artfremde“ Gene gefunden und sie deswegen als „gentechnisch verändert“ eingestuft. „Gen-Gemüse im Biomarkt“ – und das, obwohl Biohändler, Bioerzeuger und –verbände „garantieren“, keine gentechnisch veränderten Organismen zu verwenden. Mehr noch: Bei Bioprodukten ist Gentechnik sogar gesetzlich verboten. Im „normalen“ Lebensmittelhandel wäre das längst ein ausgewachsener Skandal, mit einem Brennpunkt nach der Tagesschau, einer frisch eingesetzten Task Force in Berlin und politischen Verbotsforderungen von allen Seiten. Auch wenn es nun medial etwas sanfter ausfällt – die Biobranche steckt im Schlamassel und sie läuft Gefahr, ihr wichtigstes Kapital zu verspielen: Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Dass die WISO-Testergebnisse überhaupt einen Nachrichtenwert hatten, lag allein daran, dass die Redaktion mit CMS-Technik gezüchtetes Gemüse als gentechnisch verändert einstufte und damit die ganze Angst- und Empörungskaskade auslöste. Allerdings: Nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften war das falsch. Danach gehört die CMS-Technik gar nicht zur „Gentechnik“, da – so ganz richtig der BÖLW, der Dachverband der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft in einer Pressemitteilung – „eine Übertragung der entsprechenden Eigenschaften auch auf natürlichem Wege möglich wäre“.

Die gesetzliche Definition, was ein GVO („gentechnisch veränderter Organismus“) ist, ist bald 25 Jahre alt. Inzwischen haben sich die molekularbiologischen Verfahren in der Pflanzenzüchtung enorm weiterentwickelt. Und logisch und nachvollziehbar ist es schon lange nicht mehr, was „böse“ Gentechnik und gute, da „natürliche“ Züchtung ist. Ein Chicorée, der seine für die Hybridzüchtung erforderliche Sterilität per Zellfusion aus Sonnenblume erhalten hat, ist gesetzlich keine Gentechnik. Eine Kartoffel, dank kartoffel-eigener Gensequenzen resistent geworden gegen die Phythophtora-Krankheit, gilt dagegen als „gentechnisch verändert“, da deren Gene mit Transformationstechniken und nicht über Zellfusion (die vor 25 Jahren noch kein Standardverfahren in der Züchtung war wie heute) eingeführt wurden. Solche Einstufungen kann kaum jemand nachvollziehen – weder Wissenschaftler, noch Journalisten und erst recht nicht die Verbraucher. Die von WISO als „Gentechnik“ skandalisierten Gemüse-Hybride zeigen noch einmal, wie überholt und widersprüchlich die offizielle GVO-Definition inzwischen ist.

Nur: Die Scheidelinie zwischen „natürlicher“, die Integrität und die Würde der Pflanze respektierender, und „gegen die Natur“ gerichteter, auf der Ebene von Genen und Zellen ansetzender Züchtungsverfahren verläuft schon längst nicht mehr zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln. Sie verläuft zwischen Öko-Pur und Öko-Mainstream.

Die CMS-Technik wird deswegen angewandt, weil die daraus hervorgegangenen Hybridsorten viel ertragreicher und damit wirtschaftlicher sind als herkömmliche „samenfeste“ Sorten. Die Vorteile sind so eindeutig, dass sich Hybridsorten bei vielen Kulturarten durchgesetzt haben: Laut Bundessortenliste haben mit CMS-Technik erzeugte Sorten bei Tomaten einen Anteil von 90 Prozent, bei Paprika 87, Möhren und Kohlarten 80, bei Zwiebeln 63 Prozent. Und Hybridsorten sind nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft eingezogen, sondern auch in der ökologischen.

Dennoch haben die großen deutschen Anbauverbände Bioland, Demeter und Naturland CMS-Sorten in ihren internen Richtlinien ausgeschlossen, da sie „mit den Prinzipien des Ökologischen Landbaus unvereinbar“ seien. Nach der EU-Ökoverordnung sind die CMS-Sorten jedoch erlaubt – und sie werden von Erzeugern, die nach solchen EU-Öko-Standards arbeiten, auch gern genutzt. Wer sich in der Biobranche auskennt, weiß, dass ohne CMS-Sorten vor allem das Gemüse-Angebot in den deutschen Biomärkten knapp würde. In den Niederlanden und Frankreich seien vor allem bei Kohl „CMS-freie“ Sorten kaum noch zu beziehen. Allein in einem neuem niederländischen Biobetrieb, der eine „extrem ertragreiche CMS-Chicoréesorte“ anbaut, soll nach Informationen eines Branchendienstes die gesamte Erntemenge so groß gewesen sein wie die aller deutschen Erzeuger zusammen. Eine von Demeter 2011 aufgestellte Liste umfasst bei Kohl etwa 200 CMS-Sorten.

Spätestens seit Renate Künast 2001 als Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin das deutsche Biosiegel – das sich lediglich am EU-Öko-Standard orientiert und damit auch keine CMS-Sorten ausschließt  – einführte und als Ziel einen Marktanteil von 20 Prozent bis 2010 vorgab, sind Biolebensmittel ein hart umkämpftes Geschäft geworden , in dem deutsche Erzeuger einen schweren Stand haben.

Auch wenn das Künast-Ziel um Längen verfehlt wurde – der Bio-Anteil am deutschen Lebensmittelmarkt steigt seit Jahren kontinuierlich und kam 2012 auf etwa 7 Milliarden Euro  oder 3,9 Prozent. Dagegen nahmen die für Öko-Landwirtschaft genutzten Flächen in Deutschland deutlich langsamer zu und stagnieren in einigen Regionen sogar. Es sind die Importe, die den wachsenden Konsum an Bioprodukten antreiben, nicht die deutschen Erzeuger. Bei Obst und Gemüse wird weit mehr als die Hälfte importiert. Zwischen 2004 und 2010 liegen die Zuwachsraten für ökologisch bewirtschaftete Flächen in Deutschland (29%) klar unter dem Mittel aller EU-Staaten (52%).

Auch in der Biobranche, wo inzwischen die großen Handelsketten und Konzerne mitmischen, wird der Kampf um Marktanteile längst über den Preis geführt. Wenn die deutschen Bioverbände gegen den internationalen Trend an ihren Prinzipien festhalten, wenn sie diffuse Begriffe wie die „Integrität der Pflanze“ vor Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit in der Züchtung stellen, dann werden sie sich mit der kleine Bio-Pur-Marktnische begnügen müssen. Insofern ist die Forderung der deutschen Anbauverbände, CMS-Sorten in der EU-Ökoverordnung europaweit zu verbieten und sie unter eine Kennzeichnungspflicht zu stellen, eine verzweifelte politische Maßnahme, sich die wirtschaftlich erfolgreiche Konkurrenz vom Hals zu halten.

Foto oben: iStockphoto

Kommentare

  1. Klaus Ammann sagt: 13. August 2013

    Lieber Gerd Spelsber, gut, die CSM-Diskussion weg von dem ideologischen Streit in die Tatsachen zu bringen.
    In Sachen Unterscheidung transgene-nicht-transgene Pflanzen kann man noch weiter gehen: Es ist ein grundsätzlicher Irrtum zu glauben (Genomic Misconception), dass da ein fundamentaler Unterschied besteht., wie ich gerade ausführlich publizierte:

    Ammann Klaus (20130415), Genomic Misconception. A fresh look at the biosafety regulation of transgenic and conventional crops: a plea for a process of agnostic regulation, open source, final version, in: New Biotechnology, 30, 50 and typeset 17, Ammann K., Neuchatel, http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1871678413000605 AND http://www.ask-force.org/web/NewBiotech/Genomic-Misconception-20130415-names-links.pdf AND typeset corrected: http://www.ask-force.org/web/NewBiotech/Ammann-Genomic-Misconception-corrected-final-20130514.pdf

    Im nächsten Leserbrief noch eine kurze deutsche Zusammenfassung dazu
    Nur weiter so, es gilt, das Polemik-Gestrüpp der Gentech-Gegner zu lichten. Die Wissenschafter haben zu lange weggeschaut, und sie lassen sich nicht mehr von billigen Argumenten der Industrie-Abhängigkeit beeindrucken, gerade die schärfsten Gegner der Fundamentalisten sind staatliche Angestellte wie ich.
    Klaus Ammann

  2. Klaus Ammann sagt: 13. August 2013

    hier noch wie versprochen die deutsche Zusammenfassung der Genomic Misconception:
    http://www.ask-force.org/web/NewBiotech/Ammann-German-Abstract-Highlights-20130415.pdf

    eine gute Unterstützung der Genomic Misconception durch den Nature-Artikel von Brian Heap, obschon er nur die vorhergehende Publikation kannte:

    Heap Brian (20130626), Europe should rethink its stance on GM crops. Second-generation crop genetic-modification techniques avoid some of the issues that previously provoked hostility, argues Brian Heap., Nature, 498, 7455, pp. 1, doi:10.1038/498409a AND http://www.nature.com/news/europe-should-rethink-its-stance-on-gm-crops-1.13265 AND http://www.ask-force.org/web/Genomics/Heap-Europe-Should-Rethink-Stance-20130626.pdf

    der Nature – Text basiert auf dem ausgezeichneten Report der EASAC:

    EASAC (20130627), Planting the future: opportunities and challenges for using crop genetic improvement technologies for sustainable agriculture edn. EASAC European Academies Science Advisory Council, 21, EASAC, IS: 978-3-8047-3181-3. pp. 78, http://www.easac.eu/home/reports-and-statements/detail-view/article/planting-the.html AND http://www.ask-force.org/web/EASAC/EASAC-Planting-the-Future-FULL-REPORT-20130627.pdf

  3. Gerd Spelsberg sagt: 15. August 2013

    Gerade hat Greenpeace sich auch zu den CMS-Gemüsen geäußert:
    http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/gentechnik_im_bio_gemuese/
    Pflanzen, bei deren Züchtung die Zellfusion eingesetzt wurde, um Sterilität (CMS) zu erzeugen, sind auch für Greenpeace nicht “gentechnisch verändert”. Greenpeace übernimmt im Kern die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen:

    “Denn beim Zellfusionsverfahren werden Pflanzen nur so verändert, wie es auf natürliche Weise durch Kreuzen und/oder natürliche Rekombination auch möglich wäre.”

    Nur: Warum sind dann cisgene Pflanzen (bei denen die erzielte Genkombination auch auf natürlichem Weg möglich wäre) weiter “gentechnisch verändert” – und damit gesetzlich über alle Maßen reguliert?

  4. Stefan Rauschen sagt: 16. August 2013

    Gerd, ich finde die Stellungnahme von Greenpeace auch interessant. Scheinbar ist ihnen ja auch die “Integrität der Zelle” und die “Integrität der Pflanze”, wie die Bio-Verbände oft ins Feld führen, egal. Allein die “Integrität des Zellkerns” scheint ausschlaggebend zu sein.

    Auch, dass die Mitochondrien ihre eigene Erbsubstanz haben, scheint wurscht zu sein. Also dürfte man dann GV Pflanzen mit verändertem mitochondrialen Erbgut herstellen?

  5. torben hoffmeister sagt: 16. August 2013

    Dass cms und Zellfusionstechniken nicht als Gentechnik im rechtlichen Sinne definiert werden, ist doch auch nur eine willkürliche Definition im politischen Raum, weil man sich den Realitäten stellen muss und cms so weit verbreitet ist, dass man es nicht ohne großen Schaden in eine Ecke stellen kann mit der verteufelten grünen Gentechnik. Es ist und bleibt ein gentechnisches Verfahren, denn es werden durch die Fusion Arten vereinigt, die natürlicherweise nicht miteinander kreuzbar sind. Auch dieser Satz ist stark anzweifelbar: „Denn beim Zellfusionsverfahren werden Pflanzen nur so verändert, wie es auf natürliche Weise durch Kreuzen und/oder natürliche Rekombination auch möglich wäre.“ Wie bitte schön soll das natürlich gehen ? Ein Zelle mit dem Kerngenom des Chicoree und dem Plastidengenom der Sonnenblume ? Und was greenpeace weiter schreibt, ist eindeutig falsch: „Die Zellfusionsverfahren sind keine Gentechnik, solange die Übertragung nicht über Artgrenzen hinweg stattfindet. Ebendies ist bei den diskutierten Gemüsesorten der Fall: Diese hätten auch über Kreuzungsverfahren gezüchtet werden können, die Elternlinien gehören zu einer Art.“ Sonneblume und Chicoree sind demnach eine Art ! Das ist greenpeace-Systematik !
    Man könnte sich noch damit aus der Affäre ziehen, dass vor der Fusion das Kerngenom der Sonnenblume zerschossen wurde und somit keine „zellkerngekoppelte Gentechnik“ betrieben wurde. Und das versucht greenpeace auch mit dem zweifelhaften Verweis auf die nicht verstandene Komplexität des Zellkerns. Aber wie Stefan schon schreibt: An unnatürlichen Veränderungen der anderen genetischen Informationseinheiten der Zelle wie Mitochondrien oder Plastiden stört man sich offenbar nicht. Auch wenn manche Pflanzen über ein extrem komplexes Mitochondriengenom verfügen, die der Größe von Bakteriengenomen nahe kommt und mithin ebenso unverstanden sein dürfte. Wie immer ein „Argument“ von greenpeace, das den beschränkten Sachverstand wiedergibt.
    Aber eine solche Sichtweise dürfte die Forscher freuen, dann können sie also die gut verstandenen Plastidengenome verändern und transplastomische Pflanzen erzeugen und entwickeln, ohne dass ihnen das Gentechnikrecht oder greenpeace im Wege stehen ?
    Aber da wird greenpeace sehr wahrscheinlich wieder anders „argumentieren“, eben so wie man`s braucht und die Interessenlage es gebietet. Hier um die befreundeten Bioverbände reinzuwaschen und woanders, um die bösen Gentechniker oder die böse Industrie zu skandalisieren.
    Die ganze Diskussion hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun.

  6. torben hoffmeister sagt: 16. August 2013

    Es muss natürlich heißen: Ein Zelle mit dem Kerngenom des Chicoree und dem Mitochondriengenom der Sonnenblume ?

  7. Stefan Rauschen sagt: 23. August 2013

    Hier noch was frisches zum Einfluss der mitochondrialen Erbinformation:
    http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=165718.html?listBlId=74462&

  8. Peter Langelüddeke sagt: 8. Oktober 2013

    Habe gestern abend mal wieder mit einem gewissen Schmunzeln den neuesten Beitrag von WISO über Gentechnik in Biobaby-Nahrung gesehen. My goodness, was für eine Aufregung! Skandalös finde ich allerdings die Ankündigung von Hipp und Co, dass sie die beanstandete Ware vom Markt nehmen wollen – so als ob man sich dieses Schmuddelzeugs nicht schnell genug entledigen könnte. Was heißt das aber? Sollen diese Chargen vernichtet werden? Würde nicht eine Umetikettierung reichen? Aber das geht natürlich nicht. Dabei würde doch wohl nur geschummelt werden, oder? Lieber gleich ab mit dem Zeugs in Sondermüll-Container, damit auch niemand auf die Idee kommt, diese Produkte etwa an Tafeln anzubieten. Und dann dies Gequatsche von Kennzeichnung: Was kann der normale Verbraucher mit einer Angabe über die Züchtungsmethode CMS anfangen? Nur wieder ein neues Angstmach-Etikett. Als ob wir nicht davon schon genug hätten.

    Was fehlte in dem Beitrag, war eine eindeutige Aussage dass von diesen Produkten keinerlei Gefahren ausgehen. Aber da erwartet man offenbar zuviel von unserem Öffentlich-Rechtlichen TV. Oder habe ich das übersehen?

  9. Markus sagt: 1. November 2013

    Seht doch endlich mal ein, dass der Verbraucher halt keine Gentechnik haben will.
    Die Wirtschaft sollte sich am Markt orientieren, weiß doch jeder.
    Solche Unternehmen sollten auch bestraft werden, wenn ich auf mein Produkt Bio drauf schreibe, hat halt auch das drin zu sein, was unter Bio zu verstehen ist. Offensichtlich ist es aber so, dass sich die meisten Verbraucher unter Bio noch etwas anderes vorstellen als aktuell angeboten wird, deshalb ist eine Kennzeichnungspflicht wünschenswert.. Denn es ist im Sinne der Verbraucher und somit gut. >Ich darf auch keinen Honig verkaufen und dann handelsüblichen Zucker rein geben.< Ist doch das Normalste von der Welt. Warum sollte es bei anderen Dingen anders sein? Der Verbraucher will es so, mehr muss der Landwirt nicht wissen oder es eben bleiben lassen mit seinen Produkten. Was den Welthunger angeht, ist es jedem halbwegs intelligenten Menschen klar, dass das ein System Problem ist. Denn wir könnten ohne Probleme den Hunger auf der Welt stillen, auch ganz ohne Gentechnik. Das ist Fakt und lässt sich mit einfachsten Mathekenntnissen nachrechnen. Somit ist nicht die Nahrung schuld, sondern der Mensch und das System. Diese absurden Diskussionen um den Welthunger in Verbindung mit der Nahrung sind wirklich unerträglich und sollten mal endlich als unhaltbar abgehakt werden. Fakt ist, dass man den Hunger stillen kann, ohne neue Pflanzen auch nur zu züchten geschweige denn genetisch zu manipulieren. Wenn den Gen Befürwortern ernsthaft etwas an den Hunger anderer Menschen liegen würde, würden sie die Problemlösung da suchen, wo sie offensichtlich ist und nicht in Hirngespinste mit irgendwelcher Superpflanzen. Man sollte meinen, dass gebildete Menschen nicht so einfach gestrickt sein können, ist aber offenbar ein Irrtum. Mal abgesehen davon, dass an erster stelle das stehen sollte was der Verbraucher hier haben will.
    Erste Regel des Kapitalismus.
    Sollte jedem einleuchten.

  10. @torben hoffmeister sagt: 2. Februar 2014

    Lesen Sie genau, es steht dort, das die Eltern den gleichen Pflanzenfamilien angehören. Das ist korrekt. Einmal sind es die Korbblütler )sonnenblume und Chicoree=, einmal die Kreuzblütler (Rettich und Kohl).

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