Seid nicht so neugierig. Niedersachsens Schulen sind jetzt gentechnik-frei

13. Februar 2013 | von:

Schülerexperimente, HannoverGEN

Rot und Grün haben ihre Koalition in Niedersachsen schnell und geräuschlos ausgehandelt. Wenn nicht noch einer der Abgeordneten bei der Abstimmung bockt, dann wird Stephan Weil Ministerpräsident, der Diplom-Sozialwirt und „Bauernschreck“ Christian Meyer Agrarminister und Niedersachsen „ gentechnik-frei“. Und das bezieht sich nicht nur auf die Felder, sondern auch auf „Schulen und öffentliche Einrichtungen“. Damit ist wohl auch das Schicksal von HannoverGEN besiegelt, ein von der bisherigen Landesregierung gefördertes Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler in Biotechnologielaboren selbständig experimentieren können.

Noch 2011 wurde HannoverGEN als „ausgewählter Ort“ im bundesweiten Wettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet. Doch inzwischen ist der gute Ruf ruiniert. Im Wahlkampf haben Grüne, SPD im Verein mit Greenpeace und AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) das Projekt zu einem finsteren Ort hochstilisiert, wo durchtriebene Wissenschaftler und Lobbyisten ahnungslose Schüler „unterschwellig“ zu Gentechnik-Befürwortern machen. Nichts als ein „Gentechnik-Werbe-Projekt“, wo „unter dem Deckmantel der Aufklärung“ „Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik“ betrieben werde. „Das ist ein Skandal“, skandierte Greenpeace Hannover auf allen medialen Kanälen. Und die AbL erkor die Forderung,  HannoverGEN zu beenden, sogar zu einem ihrer Wahlprüfsteine. Alle Grünen und die meisten SPD-Landtagskandidaten gaben die von ihnen erwarteten Antworten und gelobten: „Ja, ich will mich dafür einsetzen, dass sich Niedersachsen zum agrogentechnikfreien Bundesland erklärt – auf dem Acker, in öffentlichen Einrichtungen und in den Schulen.“ Auch SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil legte sich vor der Wahl auf eine „Nulltoleranz für Gentechnik“ fest, ohne genauer zu erklären, wen oder was er damit meinte.

Gentechnik war eines der Themen, mit dem sich die Opposition gegen die CDU/FDP-Landesregierung zu profilieren versuchte. Da kam HannoverGEN gerade recht.

Es kümmerte die Wahlkämpfer für gentechnik-freie Schulen in Niedersachsen wenig, was die Schüler selbst über ihre „Experimente im Genlabor“ sagten. Da hätten sie von einem „interessanten und informativem Experimentiertag“, von „kritischen Diskussionen“ und „ethischer Bewertung“ lesen können (Erich Kästner-Gymnasium Hannover), oder von den „Schülerreportern der Schillerschule“, die „über die Experimente in den Genlaboren und über die Genforschung berichten, sich aber auch kritisch mit der Thematik auseinandersetzen“. Zwischen 2008 und 2011 haben 6000 Schüler an Kursen und Veranstaltungen von HannoverGEN teilgenommen –und zahlreiche Lehrer.

Wenn nun die neue Landesregierung das Projekt beendet, wird mehr kaputt gemacht als die Labore an den vier Stützpunktschulen. Es spielt keine Rolle mehr, was die Schüler dort tatsächlich machten, welche Experimente sie durchführten oder wie sie über Möglichkeiten und Grenzen gentechnischer Verfahren diskutierten. Es interessiert auch nicht, dass sich die Schüler mit konkreten GVO-Produkten wie der Amflora-Kartoffel oder dem Bt-Mais MON810 beschäftigten und am Ende zu ganz unterschiedlichen, aber „informierten“ Bewertungen kamen. Und es ist nicht der ein oder andere Satz, den die Kreuzritter gegen die Gentechnik in den umfangreichen Materialien von HannoverGEN mit großer Empörung aufgespießt haben (etwa in dieser „Hintergrundstudie“), sondern ihnen passt die Richtung nicht: Selbstbewusste Schüler, die zur eigenen Urteilsbildung fähig sind – und das auch noch als ihr Recht beanspruchen.

Die Anti-Gentechnik-Szene und mit ihr SPD und Grüne haben um die Gentechnik eine moralische Tabuzone errichtet, die sie mit Verboten und Verhaltensmaßregeln absichern:„Das darfst Du nicht“, „Das hat Dich nicht zu interessieren“, „Lass die Finger davon“. Die Neugierde auf Naturwissenschaft und Technik, die ein Tag mit eigenen Experimenten im Labor wecken kann, die Diskussionen darüber, ob und wie gentechnische Verfahren in der Pflanzenzüchtung dazu beitragen können, Probleme zu lösen – kleine überschaubare wie die Herstellung von Insulin mit gv-Bakterien oder große, globale wie eine nachhaltige Landwirtschaft in den Zeiten des Klimawandels – das alles soll erst gar nicht zugelassen werden. Aber das Gentechnik-Tabu funktioniert nur, solange sich niemand selbst ein Bild davon machen kann, ob es gerechtfertigt ist. Das Aus für HannoverGEN verwehrt den Schülern, aus eigener Anschauung zu urteilen.

Die neue Regierung in Hannover ist stolz darauf, dass sie Niedersachsen gentechnik-frei gemacht hat, auch die Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Das Leitbild der schulischen Erziehung ist nun offenbar der unmündige, folgsame grüne Spießbürger.

(Noch mal zu Erinnerung die berühmten Sätze von Immanuel Kant: “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen.”)

Foto: HannoverGEN

 

Kommentare

  1. torben hoffmeister sagt: 13. Februar 2013

    So sind se halt die Grünen und Teile der Rosaroten: Antiaufklärerisch (was die Naturwissenschaften betrifft), ideologisiert und nicht nur beim Thema industrielle Landwirtschaft/ Gentechnik hintergründig antidemokratisch: Weil es eine angebliche Mehrheit nicht will, darf es auch keine Minderheit geben, die das bekommt. Das Geschwafel von der Wahlfreiheit ist dabei blanker Hohn.
    Passend dazu auch folgender Kommentar, auch aus topagrar-online:
    „Die Grünen hätten mit der „agrarindustriellen Landwirtschaft“ endlich ihr neues „Gorleben-Thema“ nach dem Atomausstieg gefunden, hieß es. Die Partei sei bei Agrarfragen medial so präsent wie der Papst im Radio Vatikan. „Die Grünen setzen Thesen, agierten routiniert in der Position des moralisch überlegenen Anklägers“, schrieb Autor Jan Grossarth laut dem Wochenblatt in einem späteren FAZ-Kommentar. „Deutungshoheit aber muss nicht in Kompetenz gründen. Denn vertiefte Agrarkenntnisse besitzen die meisten Wähler kaum.“
    Eine Kompetenz der Grünen sei es, dem Wähler nach dessen Mund zu reden und dessen „Vorurteile von der tierquälerischen Agroindustrie“ zu festigen. Leuten, die nie einen Tierstall gesehen haben, Zerrbilder zu präsentieren, Extremfälle als Regelfälle zu präsentieren – um sich selbst als grünfriedliche Landfreunde und einzige Problemlöser anzubieten, so der FAZ-Autor.“
    Die Grünen sind im Großstadtbiotop sozialisiert und Ihrer Propaganda kommt entgegen, dass nur noch 2 % der Bevölkerung die materiellen Grundlagen des Überlebens in Form von Lebensmitteln erwirtschaften. Zudem sind sie als Medienprofis gut vernetzt, wie eben auch der Herr Meyer, der zugleich Mitglied bei BUND, NABU, greenpeace und attac ist. Da kommt auf die traditionell starke Landwirtschaft in NI einiges zu , aber vielleicht entzaubern sie ja auch den „Agrarwender“. Schade nur, dass den Grünen kaum jemand die eigenen politischen Fehlleistungen wie die nicht nachhaltige Biomasseproduktion für Biogasanlagen aufs Butterbrot schmiert.
    Vielleicht sollten sich die Schüler und Lehrer gegen das Abwürgen von Unterrichtsinhalten wehren, so etwa im Stil von greenpeace mit einer Demo vor dem Landwirtschaftsministerium und bunten Plakaten mit einer Meyer-Fratze, die auf Kant eindrischt.

  2. Wiebke Rathje sagt: 13. Februar 2013

    Als Projektbeteiligte von HannoverGEN kann ich nur sagen, dass der Beitrag es (leider) gut trifft. Wir sind 2008 mit HannoverGEN an den Start gegangen mit der Überzeugung, dass Schülerinnen und Schüler ein Recht auf eine naturwissenschaftliche Grundbildung als Voraussetzung für eine aktive Teilhabe an der Zivilgesellschaft haben. „Grundlage von Bildung ist der Erwerb von gesichertem Verfügungs- und Orientierungswissen, das die Schülerinnen und Schüler zu einem wirksamen und verantwortlichen Handeln auch über die Schule hinaus befähigt.“, so das niedersächsische Kerncurriculum Biologie für die Oberstufe. Hierfür sind das Verstehen molekularer und biotechnologischer Zusammenhänge sowie die Fähigkeit zur persönlichen Urteilsbildung hinsichtlich bioethischer Entscheidungen notwendig. Solche Methoden und Kompetenzen sind aber nicht nur rein theoretisch vermittelbar. Gerade durch das eigene Experimentieren werden bio- und gentechnologische Methoden überhaupt erst begreifbar. Wer sich aber herkömmliche Biologieunterrichtsräume einmal angesehen hat, wird sich schnell fragen, wie Biologielehrer diese Kompetenzen überhaupt vermitteln sollen. Mit HannoverGEN und seinen Laboren wurde ein qualitativ hochwertiges Bildungsprojekt geschaffen. Die Schullabore sind beständig ausgebucht und wurden mittlerweile sogar von über 9000 Schülerinnen und Schüler besucht.
    HannoverGEN erfährt bei Lehrern und Schülern eine hohe Wertschätzung und wurde mit viel Engagement von Biologielehrern und Wissenschaftlern ins Leben gerufen und über fünf Jahre mit persönlichem Einsatz begleitet. Dagegen hat keiner der HannoverGEN-Kritiker uns einmal besucht und sich wirklich mit uns auseinander gesetzt. Es ist zudem beleidigend, dass den beteiligten Lehrern unterstellt wird, sie würden sich bei einer „Akzeptanzschaffung für Agro-Gentechnik“ beteiligen oder sie nicht bemerken. HannoverGEN wäre niemals so erfolgreich und hätte sich in der Region etablieren können, wenn dies der Fall wäre.
    Im Jahr 2011 wurde eine unabhängige Evaluierung des HannoverGEN-Projekts durchgeführt, in der unter anderem die ausgewogene Darstellung der Grünen Gentechnik in den HannoverGEN-Unterrichtsmaterialien belegt wird. Begleitstudien beweisen zudem, dass Labortagsbesuche und die Erarbeitung der HannoverGEN-Materialien zur Förderung der ethischen Bewertungskompetenz bei Schülern nicht zu einer Meinungsveränderung hinsichtlich Grüner Gentechnik geführt haben. Die Schüler können aber im Anschluss ein sehr viel differenzierteres und sachlich fundiertes Urteil fällen. Und genau das ist das Ziel von HannoveGEN.

  3. Peter Langelüddeke sagt: 13. Februar 2013

    Es war doch wohl von Anfang an klar, dass dieses Projekt den Vertretern der Antigentechnik-Lobby nicht gefallen würde. Immer wieder wurde beanstandet, dieses Projekt diene der Akzeptanzbechaffung und müsse deswegen gestoppt werden. Klar, im niedersächsischen Wahlkampf trommelten Grüne und ihre Verbündeten massiv dagegen. Unter anderem fragte Greenpeace-Hannover die örtlichen Kandidaten in einem Wahl-Prüfstein: „Wie bewerten Sie das umstrittene Schulprojekt HannoverGEN? Werden Sie eine Ausweitung auf Niedersachsen befürworten oder ablehnen?“

    Der CDU-Kandidat Thiele antwortete: „Ziel des ist es, die Kenntnisse von Schülern über die Grüne Gentechnik und deren Gefahren zu erweitern. Eine gute Schulausbildung ist Grundlage, um sich später als mündige Verbraucher überhaupt gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel entscheiden zu können.“

    Klingt korrekt, aber nicht gerade begeistert. Zögerlicher der FDP-Kandidat Birkner: „ Wir möchten zunächst die Ergebnisse des Projektzeitraums sehen, bevor wir uns entscheiden, ob wir für oder gegen eine Verlängerung oder Ausweitung des Projektes sind“.

    Dann wird es aber ganz kritisch. Der SPD-Mann Weil, Hannovers Noch-Oberbürgermeister und designierter Ministerpräsident: „Dem Projekt HannoverGEN steht die SPD ausgesprochen kritisch gegenüber, da die Form der Aufarbeitung des Themas nicht geeignet für eine Meinungsbildung ist. Eine Ausweitung auf Niedersachsen lehnt die SPD ab.“

    Grüne und Linke-Kandidaten brauche ich nicht zu zitieren, und auch der Pirat war strikt dagegen.

    Nach dem knappen Wahlsieg von Rot-Grün ging der Tanz weiter. Greenpeace Hannover (http://www.greenpeace-hannover.de/news/keine-akzeptanzbeschaffung-fuer-agro-gentechnik-an-niedersaechsischen-schulen.html) und im Greenpeace-Magazin (http://www.greenpeace-magazin.de/aktuell/2013/01/29/klares-nein-zu-gentechnik/) wird schon vorgegeben, wie es weitergehen soll: Ersatzlos streichen: „.. mit Steuermitteln wird in Schulen Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik betrieben“. Natürlich ist das Material zu einseitig, und die behauptete Aufklärung diene als Deckmantel für Akzeptanzbeschaffung. „Das ist ein Skandal!“ findet David Petersen von Greenpeace Hannover. „Bislang haben rund 6.000 Schüler und Schülerinnen die HannoverGEN-Labore an vier Schulen in der Region Hannover seit Projektbeginn 2008 besucht.“ steht im GP-Magazin. Und das sind natürlich mindestens 6.000 zuviel.

    Das alles ist natürlich alles ein bißchen obszön. Hier wird die Meinungshoheit von Greenpeace und der ganzen Antigentechnik-Lobby in Frage gestellt, und die Schüler bekommen die Möglichkeit, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Aber das darf natürlich nicht sein. Gentechnik-Unterricht hat in Schulen nun wirklich nichts zu suchen. Oder???

    Sexual-Kunde ja, aber doch nicht Pfui-Gentechnik!

    Noch ist der Koalitionsvertrag nicht in Kraft, beide Parteien müssen ihn noch durch ihre Parteitage bestätigen. Es gehört aber wohl nicht viel Phantasie dazu, vorauszusagen, wie es weitergeht.

  4. Wolfgang Nellen sagt: 13. Februar 2013

    Das gilt nicht nur für die Gentechnik: Unterdrückung von Bildung und Informationsfreiheit ist die beste Methode, die Bevölkerung mit Propaganda zu manipulieren (!). Es gibt weltweit viele Beispiele für dieses Erfolgsrezept.

  5. Prof.Dr.rer.nat.Peter Ruckenbauer sagt: 13. Februar 2013

    Mit Entsetzen habe ich die Nachrichten über die geplanten gentechnik-feindlichen Programme einer zukünftigen politischen Führung im Bundesland Niedersachen vernommen.
    Wie lange will sich die wissenschaftlich und sozialpolitische orientierte Bevölkerung Deutschlands diesen geballten Schwachsinn, gepaart mit Verantwortunsglosigkeit gegenüber den zukünftigen Generationen noch bieten lassen??
    Wo ist der Aufschrei und der gezielte Widerstand,m so etwas noch zu verhindern.Soll Deutschland zu einer Lachnummer für ein sich wissenschaftlich orientiertes Europa werden ?

  6. Günther Buchholz sagt: 13. Februar 2013

    Hier bestätigt sich wieder einmal der stalinistische Kern der Partei Bündnis90/ die GRÜNEN. Dieses Verständins von (Agrar-) biologie bewegt sich nahe an Lyssenko.

  7. Reinhard Szibor sagt: 13. Februar 2013

    Die rot grüne Regierung bestimmt jetzt auch die Lehrinhalte an den Hoch-und Fachschulen:
    „Agrarforschung soll deutlich ausgeweitet und der ökologische Landbau sowie Nachhaltigkeit zu einem obligatorischen Bestandteil in Studium und Ausbildung der Landwirtinnen und Landwirte gemacht werden.”
    Was ist eigentlich hiermit: GG Art. 5 Abs. 3. –„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“.

  8. Thomas Maier sagt: 14. Februar 2013

    HannoverGen ist für mich “neutraler” Biologieunterricht unserer Zeit – für Aufklärung und Mündigkeit einer heranwachsenden Generation. Biologieunterricht der die wissenschaftlichen Grundlagen vermittelt, auf einem Gebiet, das ideologisch umstitten ist. Biologieunterricht unter Einbeziehung der Ethik. Besser kann es nicht sein.

    Mir wird bange.

  9. Matthias sagt: 14. Februar 2013

    Und ein weiterer Siegpunkt für die Anti-Wissenschaft. Als Biologe schmerzt sowas richtig in der Brust… nur traurig.

  10. Hendrik Sikma sagt: 14. Februar 2013

    wen wundert es wenn wir den Ökos das Feld so überlassen haben. Wir haben allen Unsinn akzeptiert und haben keine klare Position bezogen. Das ist jetzt die Rache.
    Beispiele:
    die grüne Ideologie ist Schuld für den Tod von mindestens 20 mio Menschen. Dank geht hier vor allem an eine der Säulenheiligen Rachel Carson. Die Kampagne gegen DDT sorgte für ein Wiederaufflammen dieser Krankheit.
    Was ist mit den Golden RICe . Hier könnten Tausende ihr Augenlicht behalten. Aus ideologischen Gründen abgelehnt. Es triftt uns ja nicht. Sondern nur Arme Schlucker in unterentwickelten Ländern. Solange wir unsere religiöse Ökonahrung BIO ( ähnlich wie Hallal und Kosher) haben ist alles ok.
    Was haben die Ökos und die Opportunisten uns über den Temperaturanstieg schon vorgelogen. Und was ist? Die Temperatur ist seit mindestens 15 Jahren nicht gestiegen. Es könnte sogar kälter geworden sein. Wir haben unglaubliche Mengen an Geld verbraten für einen Unsinn, der mit großer Wahrscheinlichkeit nicht stimmt. Sparen die erneuerbaren Energien tatsächlich Energie ein? Zahlen aus NL, Irland und US sagen nein. (leider waren die nicht mit den hochgelobten Computermodellen errechnet sondern aus tatsächlichen Zahlen)
    Hat jemand jemals die tatsächlichen ZAhlen gesehen?
    Zu Ihrem neuen Lieblingsthema der Tierhaltung müssen wir Ihnen vorhalten, dass bei allen von den Grünen vorgezogenen Verfahren mindestens die doppelte Anzahl Tiere sterben. Das heißt sie erleiden Todesqualen. Es redet niemand von 30 % Ferkelverlusten in der Bio Sauenhaltung. Über Die Geflügelhaltung müssen wir garnicht erst reden. Hier ist das Problem nocht größer. Zweifler sollten mal einen Geflügeltierarzt fragen.
    Die Förderung der kleinen Betrie be ist genau so hohl. Durch die Überforderung der Vermaisung der Landschaft durch Biogas werden Pachten gezahlt, die kleine Betriebe niemals zahlen können. Dank grüner Ideologie. Die Opportunisten der CDU, Spd und FDP sprechen mittlerweile die gleichen unsinnigen Töne. Statt zur Fahne zu stehen haben Diese alle grünen Themen übernommen. Die Wissenschaft und Kenntnis ist heute nicht mehr gefragt. Heute entscheiden Sozialpädagogen, Lehrer Pastöre über die Wissenschaft und auch über Gentechnik. Die letzte Reihe in der Klasse bei den klassischen Fächern Bio, Chemie, Mathe und Physik hat sich scheinbar ausgezahlt. Die vorgebrachten Argumente gegen Gentechnik sind fast alle hanebüchend. Wieso ist trotz mittlerweile mehr als 20 Jahren Gentechnik noch nirgendwo ein Gesundheitschaden entstanden. Wichtig für jeden aufgeklärten Bürger ist eine klare Position und nicht das von den Grünen betriebene Geschäft mit der Angst.

  11. Peter Langelüddeke sagt: 14. Februar 2013

    Als SPD-Mitglied bin ich immer wieder entsetzt über die große Schicht der grüne Kreide fressenden Funktionäre, die mit Lust und Eifer hinter den Grünen herlaufen, nein: ihnen hinter her kriechen, damit sie sich nicht erst bücken müssen, wenn sie den Grünen die Stiefel lecken wollen. Und sich dabei im Wahn befinden, Umwelt und Verbraucher vor unglaublichen dräuenden Gefahren zu bewahren.

    Hier findet man den Koalitionsvertrag Rot-Grün Niedersachsen:
    http://www.gruene-niedersachsen.de/fileadmin/docs_lv/downloads/Dokumente/koalitonsvereinbarung-rotgruennds.pdf

    Der Reihe nach ein paar Punkte, denn manches klingt ja durchaus vernünftig. So heißt es z.B. in der Präambel auf Seite 4:
    „Niedersachsen hat große Chancen und Potenziale für eine gute Zukunft“. Das macht neugierig.

    Und auf Seite 5 steht „Fördermittel sollen vergeben werden u.a. zur Stärkung der Bildung“ Prima!

    Auf Seite 43 heißt es unter der Überschrift Forschung und Innovation stärken:
    „Die rot-grüne Koalition wird sich um die Ansiedlung weiterer überregional finanzierter Forschungseinrichtungen in Niedersachsen bspw. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Endlagerung und Mobilität bemühen.“ Naja, ein bißchen Forschung zum Thema Landwirtschaft wär sicher nicht verkehrt.

    Zum Thema Bildung steht auf Seite 47 unter anderem: „Bildung neu denken – mehr Qualität und mehr Gerechtigkeit: Bildung ist der Schlüssel für die gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft. Ein hoher Bildungsstandard ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufsausbildung und für die Entwicklung selbstbewusster Persönlichkeiten.“ Wie wahr!

    Dann folgt aber im Kapitel Landwirtschaft – nach wortreicher und vielseitiger Beschwörung schöner Öko-Visionen – auf Seite 76 der Abschnitt

    „Gentechnikfreies Niedersachsen
    Im Verbund mit der Landwirtschaft wird die rot-grüne Koalition alle Möglichkeiten ausschöpfen, Niedersachsen gentechnikfrei zu halten und dafür keine Fördermittel bereitstellen. Im Bundesrat wird sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass es keine weiteren Lockerungen am derzeitigen Gentechnikgesetz geben wird und die Verursacher entsprechender Kontaminationen zum Schadenersatz herangezogen werden. Niedersachsen wird dem Bündnis der gentechnikfreien Regionen beitreten. Die rot-grüne Koalition wird dafür sorgen, dass auf landeseigenen Flächen keine Gentechnik eingesetzt werden darf. Sie setzt sich dafür ein, dass jede Verunreinigung von Saatgut, Futter- und Lebensmitteln durch gentechnisch veränderte Organismen im Sinne einer echten Null-Toleranz vermieden wird. Damit die Verbraucherinnen und Verbraucher die klare Wahl haben, soll eine Kennzeichnung erfolgen. Dazu gehört auch eine Positiv-Kennzeichnung tierischer Produkte, die nachweislich ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel erzeugt werden. Das Projekt HannoverGEN wird beendet.“

    Also der erste Satz bereitet mir Verständnisschwierigkeiten: Wofür sollen keine Fördermittel bereitgestellt werden? Ich ahne zwar dumpf, was gemeint ist, aber das könnte man, gelinde gesagt, klarer formulieren.

    Wäre ich Oberstufenschüler an einer der involvierten Schulen in oder nahe Hannover, ich würde eine Schüler-Demo vor der SPD-Zentrale organisieren mit lautem Protest gegen die Beschränkung des Unterrichts und dabei auf die Traditionen der SPD hinweisen, die Bildung immer hat fördern wollen nach dem Motte: Bildung ist Macht. Angewandt auf das hiesige Thema bedeutet das aber: Hier soll Bildung verhindert werden, damit die Macht und die Deutungshoheit der Grünen und ihrer Anhänger nicht in Frage gestellt werden kann. Oder wollen die Koalitionspartner verhindern, dass Schüler mit Spaß an Naturwissenschaften Geschmack an Gentechnik finden? Und als ihren Studienschwerpunkt dieses oder ein naheliegendes Fach wählen?

    Wäre ich selbständiger Landwirt im Umkreis Hannovers, würde ich eine Traktor-Rallye mit möglichst vielen Kollegen zur SPD-Zentrale organisieren mit Protest gegen die einseitige Ausrichtung des Koalitions-Vertrages und zur Demonstration möglichst viele Kanister mit Pflanzenschutzmitteln mitbringen, die möglicherweise dank Resistenzzüchtung mittels Gentechnik eingespart werden könnten. Vielleicht auch noch einen Pflug, den man einmotten kann, weil er dank minimaler Bodenbearbeitung als Folge vernünftiger Herbizid-Anwendung überflüssig geworden ist.

    Und wäre ich SPD-Mitglied in Niedersachsen (ich wohne in Hessen), ich würde unter lautem Aufheulen austreten, nach mehr als 40 Jahren Mitgliedschaft.

    Wie soll denn nun die schöne Gentechnikfreiheit aussehen, wenn Institute oder Firmen Freilandversuche anlegen wollen? Da gibt es ja in Braunschweig Bundesforschungsinstitute (Julius-Kühn-Institut oder Heinrich-von-Thünen-Institut), die bisweilen auf ihren Flächen Versuche mit transgenen Pflanzen durchführen wollen. Oder gerade mal ein paar Kilometer südlich von Hannover in Einbeck die Klein-Wanzlebener Saatzucht AG. Was ist denn mit denen? Werden die dann als Bösewichte angeprangert? Denn auf landeseigene Flächen sind die sicher nicht angewiesen. Aber was ist mit Universitäten? Zum Beispiel in Göttingen der Fachbereich Landwirtschaft? Oder in Hannover das Institut für Pflanzengenetik. Die brauchen landeseigene Flächen. Angenommen die hätten was Spannendes im Labor erarbeitet und wollen das im Freiland testen: Dürfen die dann nicht? Wäre das nicht eine grundgesetzwidrige Forschungsbeschränkung?

    Das wird sicherlich noch spannend werden.

  12. caruso sagt: 14. Februar 2013

    Dieser Grad an menschlicher Dummheit, Beschränktheit… es wäre zum Schieflachen, wenn es in vieler Hinsicht nicht so traurig wäre. Die jungen Menschen, die in solchen Schulen lernen müssen, tun mir
    vom Herzen leid.
    lg
    caruso

  13. Peter Langelüddeke sagt: 15. Februar 2013

    Mir fällt das schöne Niedersachsenlied ein:

    Fest wie unsre Eichen halten alle Zeit wir stand,
    wenn Stürme brausen übers deutsche Vaterland.
    Wir sind die Niedersachsen,
    sturmfest und erdverwachsen…

    Aber wenn die Grünen samt Anhang nur die Backen aufblasen,
    knicken die stolzen Eichen gleich reihenweise um.

    Und falls die Oberstufenschüler demonstrieren wollen, habe ich noch einen Slogan aus den siebziger Jahren parat, damals von den ganz Linken kreiert:

    Wer hat uns verraten:
    Sozialdemokraten.

  14. JanG sagt: 15. Februar 2013

    Klasse Artikel zu einem traurigen Thema.

    Ich bin schon länger in der Endlagerforschung tätig und hatte unter anderem auch bis letztes Jahr in der Schachtanlage Asse zu tun. Daher war ich natürlich gespannt, was die neue Regierung im Bereich Kernkraft und Endlager so bringt. Ernüchterung (aber keine Überraschung): es geht einen großen Schritt zurück.

    Für alle Interessierten hab ich dazu mal hier was zusammengefasst:
    http://www.kerngedanken.de/2013/02/es-gruent-so-rot-in-niedersachsen/

  15. torben hoffmeister sagt: 15. Februar 2013

    So ist das in Glaubensgemeinschaften. Früher wollte man eine auf dem heliozentrischen Weltbild basierende Astronomie oder eine auf anatomischen Kenntnissen basierende Medizin nicht akzeptieren und hat Widerspenstige als Ketzer verbrannt. Heute geht es etwas zivilisierter zu. Man will in der grünen Glaubensgemeinschaft halt keine Kernkraft als Option der Energieerzeugung akzeptieren und daher werden Popanze wie angebliche Leukämiecluster und unmögliche Endlager aufgebaut. Man will halt keine Gentechnik als Option der Pflanzenzüchtung akzeptieren und daher werden die Popanze „nicht vorhersehbare Risiken“, „Wahlfreiheit“ und die „Genkontamination“ als nicht zu lösende Probleme kultiviert. Und bei der ganzen „Argumentation“ sind echte Fachleute nur hinderlich. Heute kann man solche, dem eigenen Glauben widerstrebende und daher unbequeme Zeitgenossen nicht verbrennen oder wegsperren. Aber mundtot kann man sie machen, indem sie der Käuflichkeit und damit der moralischen Unlauterbarkeit bezichtigt werden. Der Fall von HannoverGEN zeigt: Heute entwickelt sich der grüne Zeitgeist mit dem Hang zu Denk- und Handlungsverboten zu dem, was früher die katholische Kirche im Mittelalter war.

  16. André de Kathen sagt: 17. Februar 2013

    Mehrheit ist Mehrheit, damit kann ich mit abfinden…wir haben immer eine Regierung die wir verdienen.
    Ein Ärgernis ist allerdings, dass die Ausstattung der meisten Schulen eine praktische, schülergerechte Erfahrbarkeit vieler Inhalte des Biologie-Curriculums nicht ermöglicht. Sollte man da nicht froh sein, wenn es ein paar Standorte gibt, wo das möglich ist….und auch Lehrer/innen die Techniken, die sie den Schüler/innen vermitteln sollen, mal “at work” erlebt haben? Gibt es denn einen konstruktiven Vorschlag, wie die Lücke zu schließen ist, wenn die gesinnungsethische Bewertung einen Bestand von HannoverGen nicht zulässt ? Nein. Also doch nur ein Sparprogramm und die Umleitung von Mitteln in “politisch korrekte” Projekte. Ich fürchte, Herr Hoffmeister liegt mit seinem letzten Satz so falsch nicht.

  17. Wolfgang Nellen sagt: 17. Februar 2013

    ein netter Gag auf Seite 70 des Koalitionsvertrags:
    Die rot-grüne Koalition will daher u.a. regionale Marken sowie die Kennzeichnung der Haltungsbedingungen und den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel bei tierischen
    Lebensmitteln.

    Die rot-grüne Koalition will den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel?
    Na, wenn das die Ökos sehen!

  18. inuken sagt: 19. Februar 2013

    Ich habe mir jetzt als jemand der sich für dieses Thema sehr interessiert mal den kompletten verlinkten Hintergundbericht und noch die darin verlinkte Studie über die ausbreitungsweite von Pollen durchgelesen. Ich muss sagen das ich die darin vorgebrachte Kritik zwar als massiv übertrieben (und vor allem als im rahmen eines Schul projekts als aufvolkommen überzogenen erwartungen basierend: Man kann im rahmen eines solchen projekts nicht über die gesamtheit der Technologischen und wirtschaftlich/politischen implikationen so wiederen folge problematiken der Welternährung sprechen) aber nicht unbedingt als sachlich falsch sehe von dem was ich bisher gelesen habe. Einen artikel der sich detaliert mit der inhaltlichen Kritik die in der Hintergrund studie geäußert wird beschäftigt würde mich brennend interessieren.

  19. Christian Jung sagt: 19. Februar 2013

    Die politisch verordnete Beendigung eines erfolgreichen Projektes zur Vermittlung von Kenntnissen moderner molekularbiologischer Forschung (HannoverGEN) ist ein schlimmes Signal. Offensichtlich soll verhindert werden, dass (junge) Menschen sich einen Eindruck von dieser Technologie verschaffen können. Ein derartiges Projekt ist aber nicht zuletzt angesichts der oft mangelhaften Ausstattung der Schulen wichtig. HannoverGEN vermittelt auch vertiefte Eindrücke in moderne Züchtungsverfahren. Die Erzeugung von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen ist dabei nur ein Aspekt unter vielen. Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungsparteien nicht alle Türen zu einer der wichtigsten Zukunftstechnologien verschließen wollen und auch in Niedersachsen eine sachorientierte, auf wissenschaftlichen Fakten basierende und ergebnisoffene Diskussion möglich sein kann.

  20. Gerd Spelsberg sagt: 19. Februar 2013

    “Das Projekt HannoverGEN wird beendet.” So steht es im Koalitionsvertrag der gerade frisch gewählten Landesregierung in Niedersachsen . Inzwischen haben sich eine Reihe von Organisationen und Verbänden kritisch dazu geäußert

    HannoverGEN erläutert noch einmal zu ihrem Projekt und setzt sich mit den Kritikern auseinander:
    http://www.genetik.uni-hannover.de/254.html

    Presseinformation von VBio (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland): Hauptsache „Gentechnikfrei“? – Biologie-Schülerlabore hinterfragen niedersächsischen Koalitionsvertrag
    http://www.vbio.de/informationen/alle_news/e17162?news_id=15590

    Science Bridge: Gentechnikfreier Schulunterricht?
    http://www.sciencebridge.net/aktuelles/gentechnikfreier-schulunterricht/

  21. Gerd Spelsberg sagt: 19. Februar 2013

    Und hier noch eine Stellungnahme der Gesellschaft für Pflanzenzuechtung.

    http://gpz-online.de/neuigkeiten/aktuelles.html

  22. Gerhart Ryffel sagt: 20. Februar 2013

    Man könnte ja vielleicht gewisses Verständnis aufbringen, wenn Niedersachsen sich als gentechnikfreies Land erklärt, falls man der Meinung ist, dass die zurzeit zur Verfügung stehenden Gentechpflanzen eine eher negative Gesamtbilanz aufweisen. Es ist aber völlig inakzeptabel in der Schule den Unterricht in Gentechnik zu beschränken. Nur die Kenntnis was Gene sind und wie sie funktionieren wird eine offene Diskussion der Vor- und Nachteile der grünen Gentechnik erlauben. Das heisst ein Ausbau des Unterrichts in Gentechnik mit entsprechenden Experimenten ist von Nöten, um die Thematik der grünen Gentechnik zu versachlichen.

  23. Schwarzer Fürst sagt: 20. Februar 2013

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    mehr kann man daszu nicht sagen, vielleicht noch “währet den Anfängen” !

  24. Gerd Spelsberg sagt: 22. Februar 2013

    Die Kritiker, die HannoverGEN als “Akzeptanzbeschaffung für Agro-Gentechnik” ablehnen, berufen sich auf eine vom “Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft, Niedersachsen, Bremen, Hamburg” herausgegebene Studie.

    Jetzt ist eine Stellungnahme von HannoverGEN dazu erschienen:

    http://www.genetik.uni-hannover.de/fileadmin/institut/pdf/TR/StellungnahmeHGEN.pdf

  25. André de Kathen sagt: 22. Februar 2013

    @G. Ryffel
    Herr Ryffel, ich fürchte, es geht eben gerade darum, diese offene Diskussion zu vermeiden. Es ist sicher nicht verwunderlich, dass die “Kritiker” sich bei HannoverGEN nicht haben blicken lassen. Da ist eine “Akzeptanzbeschaffung” für flächenintensiven Ökolandbau und “deontologischen” Umweltschutz langfristig sicher zielführender (auch um eine entsprechende Klientel langfristig heranzu(er)ziehen).
    Wenn ich recht informiert bin, ist auch die Biotech-Farm in Üplingen geschlossen worden, weil die Kosten für die Sicherheit nicht mehr tragbar waren.
    Beschränkt man die Debatte auf die Grüne Gentechnik, ist sicher auch zu fragen, warum eine vergleichsweise neue, bisher auf nur wenige Nutzpflanzenarten und wenige Eigenschaften reduzierte “Risikotechnologie” weltweit auf einer Fläche angebaut wird, die etwa 15x so groß ist, wie die ökologisch bewirtschaftete Ackerfläche, wobei dieser Ökolandbau ja prinzipiell für alle Nutzpflanzen zugänglich ist, auch deutlich älter ist, stark subventioniert wird und auch nicht unter Sorten- oder Patentschutz steht? Das kann man auch in Politik, Ethik oder Wirtschaft thematisieren. Ich habe da keine wirkliche Antwort drauf, aber die Frage finde ich interessant.

    Aber es ging bei HannoverGEN ja auch nicht nur um Grüne Gentechnik, wie man am Programm ablesen kann. Mit anderen Worten: es geht hier so wenig um eine offene Diskussion wie es beim Ruf “Wahlfreiheit für den Bürger” in einem gentechnikfreien Niedersachsen um eine echte Auswahl geht. Spätestens bei der u.a. vom Grünen Remmel (NRW) verlangten flächendeckenden Überprüfung von Fertigprodukten auf Pferdefleisch, ist man auf die Gentechnik angewiesen. Ich glaube also nicht, dass die Untersuchungsämter und Universitäten (öffentliche Einrichtungen) gentechnikfrei werden.

    Bei topagrar heißt es: “Außerdem solle Niedersachsen so weit wie möglich gentechnikfrei werden, betonte Wenzel. Beim Thema Grüne Gentechnik konnte sich seine Partei mit dem Wunsch einer Totalblockade allerdings nicht gegen die SPD durchsetzen. Die Forschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen bleibt weiterhin möglich. Medienberichten zufolge war das ein Zugeständnis an die SPD, die ansonsten den Verlust von Arbeitsplätzen beispielsweise beim Pflanzenzuchtunternehmen KWS Saat AG befürchtete.”

    Was “soweit wie möglich” bedeutet, wissen wir jetzt – was mich aber wundert ist, das jemand da offenbar überhaupt auf den Gedanken kommt, einem deutschen Unternehmen die Forschung an solchen gentechnisch veränderten Nutzpflanzen zu verbieten, die auf fast 200 Millionen ha weltweit angebaut werden…wer solche Gedanken hat, der hat sich doch für eine ergebnisoffene Diskussion disqualifiziert. Ich habe auch nichts gegen diesen Standpunkt – ist erwarte auch bei den katholischen Bischöfen keine öffentliche und ergebnisoffene Diskussion über den Zölibat. Aus der Kirche kann ich aber austreten (oder eintreten)…aus Niedersachsen und dem Biologie-Curriculum für die gymnasiale Oberstufe aber nicht.

  26. Wolfgang Nellen sagt: 23. Februar 2013

    Stephan Rinke, freier Journalist und Biologe, hat im niedersächsischen Wissenschaftsministerium nachgefragt, warum HannoverGen eingestellt wird.
    Das Wissenschaftsministerium konnte das nicht beantworten und verwies an das Umweltministerium.
    Das Umweltministerium erklärte sich für nicht zuständig und verwies an das Ministerium für Verbraucherschutz. Von dort gab es bisher keine Antwort – vermutlich sind die Mitarbeiter gerade damit beschäftigt, die Verbrauchergruppe “Schüler” vor schädlichem Wissen zu schützen.

  27. Alice Güntert sagt: 23. Februar 2013

    Falls die Gentechnologie Lobby die Patentierungen für Ihre Schützlinge ablehnen werden, konnten sie ehe Unterstützung finden in die grössere Bevolkerungen. Eine Technologie kann man nicht wirklich verteufeln, ihre Zielsetzungen aber doch. Leider bisher scheine es so dass diese Technologie ehe die Biologische Vielfalt von Samen reduziere, und die Macht von Sastgut Konzerne und Landwirtschaftliche Chemie Konzerne enorm steigere….

    Bis President Reagan lief grundlegende Landwirtschaftliche Forschung unter der Deckmantel der Amerikanische Agrar Department…seit seiner Amtszeit ist dieser Forschung aber der NormalenMarktwirtschaft ausgesetzt…. hierin ist ja die enorm Probleme von Forschungsziele: Nicht ökologische freundliche Produktion von gesunden Esswaren hat priorität sondern insbesonderem Produkte die ihre Erfindungskosten decken können.

    Ich esse gerne ausgekeimte Weizensprossen….. wenn Bauern Weltweit unkeimbaren Weizensamen produzieren…. verlieren diese Bauern nicht nur die Möglichkeit Samen von eine Saison auf der Nächste Saison auszusehen…. aber ich kann auch keine mehr selbstgekeimte Weizensprosse essen. Da diese Samen nicht mehr keimfähig sei, frage ich mich auch ob sie darum nicht mehr die gleiche Nahrwert habe wie bisherige Weizen?

  28. Wolfgang Nellen sagt: 23. Februar 2013

    In dem obigen Artikel ist so viel falsch, dass man Greenpeace und Freunden zu den großartigen Erfolgen bei der Bildungsverhinderung gratulieren muss!

  29. Gerd Spelsberg sagt: 25. Februar 2013

    Bewegt sich doch noch etwas? HannoverGEN hat eine Petition an den neuen Ministerpräsidenten Stephan Weil verfasst. Sie lädt ihn ein, sich das Schulprojekt doch erst einmal anzuschauen, bevor er es schließt. Ich habe unterschrieben.

    https://www.openpetition.de/petition/online/lernen-sie-das-schulprojekt-hannovergen-kennen-bevor-sie-es-beenden-herr-weil

  30. Wolfgang Nellen sagt: 25. Februar 2013

    ja, es bewegt sich was – erstaunlich positiv: B’90/Grüne Kassel haben auf die “proaktive” Einladung von Science Bridge reagiert (http://www.sciencebridge.net). In einem Telefonat wurde zwar bedauert, dass man keine Experten zur Mitarbeit bei Science Bridge habe, aber man sei an dem Fortbildungsangebot von Science Bridge interessiert. Donnerwetter! Da können die Kollegen aus Niedersachsen was von lernen!
    Ganz im Ernst: wir freuen uns sehr, wenn wir, mit der Pipette in der Hand, ins Gespräch kommen sollten!

  31. Michael Wassenegger sagt: 28. Februar 2013

    2012 bauten Landwirte weltweit biotechnologische Nutzpflanzen auf 170,3 Mio. Hektar an – und damit 6 % oder 10,3 Mio. Hektar mehr als 2011.

    Noch keiner daran gestroben!!!

    53 Tote, 4000 Infizierte: So brutal wütete EHEC in Deutschland (Bioprodukt ohne Gentechnik)

    Aber gut, dass in Deutschland bereits Aufklärung und Diskussion im EHEC-Keim erstickt werden.

  32. André de Kathen sagt: 2. März 2013

    Ja, es bewegt sich was. Offenbar merken die Grünen, dass die Schüler sich nicht so leicht beeinflussen lassen…aber eben auch nicht von den Grünen. http://www.facebook.com/grueneltnds/posts/518601041515688
    Bei Facebook kündigen die Grünen nun einen Besuch an…naja, in einen Dialog tritt man, bevor man entscheidet.
    Ich begrüße auch die Einladung von Wolfgang Nellen, auch wenn ich wenig optimistisch bin – war ja alles schon einmal da. Mit dem Regierungswechsel zu Rot/Grün im Bund hat man auch alle Gentechnik-Projekte mit Entwicklungsländern abgesägt – nur noch Projekte zur “biologische Sicherheit” waren erlaubt…und damit das auch kritisch genug war wurden Anti-Gentech NGOs unterstützt und Fundamentalkritiker wie Meyer und Tappeser zur Beratung herangezogen. Ja, die Frau Tappeser, die mal publiziert hat, dass die steigenden Infektionen weltweit wohl etwas mit dem 35S-Promotor zu tun haben. Bis zu Seralini ist der ideologische Weg nicht weit.
    Die letzten 15 Jahre haben m.E. deutlich gemacht, dass die Diskussion mit Fundamentalisten viele Ressourcen bindet – man wird auch evangelikale Christen nicht von der Evolutionstheorie überzeugen. Solche pseudoreligiösen Einstellungen werden kulturell tradiert. Die Frage ist wirklich: ist es mühsam aber nötig, sich immer wieder gesprächsbereit zu zeigen? Oder sollte man es wie Richard Dawkins halten, der mit Fundamentalisten nicht diskutiert – weil er sie nicht aufwerten möchte?
    Hat denn die vorsichtige Offenheit der Wissenschaft etwas bewirkt? Die Bürgertelefone, die Info-Veranstaltungen, die Runden Tische, der Appell an den Verstand, die Aufforderung zur sachlichen Auseinandersetzung? An der Fundamentalopposition der Grünen hat sich nichts verändert – oder?
    Vielleicht ist es an der Zeit, an den Grünen vorbei den Dialog mit der Bevökerung direkt zu suchen, diese einzuladen, zu informieren – wie es HannoverGEN getan hat. Die Schließung von HannoverGEN (Gefahr im Verzug!) ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass das der richtige Weg ist….

  33. Sebastian Fettig sagt: 3. März 2013

    Ich erinnere mich auch noch zu gut, wie Frau Tappeser in einem Fernsehinterview den Allergieteufel beim Humaninsulin an die Wand gemalt hat (…weil E. coli und S. cerevisiae für unseren Körper total fremd sind – mannomann). Heute dagegen ist bei den Grünen die medizinische Gentechnik ja wenigstens super, also gab es ja eine kleine Lernkurve, vielleicht vergleichbar derjenigen der Evangelikalen, dass manche Bibelpassagen dann doch nicht exakt wörtlich zu nehmen sind ;-)

  34. André de Kathen sagt: 6. März 2013

    Ich zweifle an der Lernfähigkeit von Ideologen, weil der Zweifel im Programm nicht vorkommt. Man mag sich taktisch zurück ziehen, mehr aber nicht. Und in dem Moment, wo man kann wie man will…da tut man das, was man eigentlich immer schon wollte. Z.B. HannoverGEN schließen…ohne sich vorher mit den Schüler/innen und Lehrer/innen -sagen wir: den Betroffenen!- abzusprechen.
    Die Studie “gegen” HannoverGEN wurde von Naturland mitfinanziert – ein Verband, der auch den Hof in Bienenbüttel zertifiziert hat und der als Verursacher der EHEC-Verbreitung gilt. Für die 53 Toten ist nicht “Bio” verantwortlich (die Sprossen kamen aus Ägypten…international einkaufen und als regional vermarkten) – für die toten Kühe des Bauern Glöckner oder Krebs bei Ratten ist aber auch nicht Gentechnik verantwortlich. Es ist und bleibt m.E. ein Art Kulturkampf…nicht pro oder contra Gentechnik sondern die Frage: Verantwortung oder Gesinnung.

  35. André de Kathen sagt: 8. März 2013

    Was die schulpolitische Sprecherin der Grünen in Hannover dazu denkt, steht hier: http://www.gruene-hannover.de/show/gruener-ratsfraktion-schluesseltechnologien-und-deren-entwicklungen-.html

    Die schärfsten Argumente: “Seit Beginn des Projektes setzen sich die Grünen im Rat dafür ein, dass die einseitige Ausrichtung des Unterrichts durch die kritische Auseinandersetzung mit grüner Gentechnik erweitert wird, indem auch die kritischen Organisationen und Verbände in die Projektorganisation einbezogen werden.”
    Mit anderen Worten: Projekte wo wir unsere Propagandisten nicht unterbringen können, die lehnen wir ab. Man kann auch denken, ok, lassen wir Greenpeace Stellung nehmen…und BASF…

    Weiterer Hinweis: „Wir hoffen jetzt auf eine programmatische Einbindung in die naturwissenschaftliche Bildung in unseren Schulen durch die Landespolitik.“
    Hier wird wohl deutlich, worum es geht und genau das sollte man doch wohl vermeiden. Gentechnik steht im Lehrplan, Grüne Gentechnik wird in allen Schulbüchern verhandelt.
    Nun behauptet die Dame, dass die Labore ja weiter existieren, die Geräte auch – und nun werden die Grünen das schaukeln? Politischen Einfluss auf die Lehrinhalte nehmen? Da ist nach Ansicht der Grünen nicht genug Kritik drin? Da ist kein Greenpeacler im Orga-Team (ist ein Uni-Projekt, gell? Warum sollte man einen Propagandisten bezahlen, der per Selbstakklamation Experte ist??)?
    Muss das nachgeholt werden. Ich stelle mir schon eine Art Politkommissar vor, der darauf achtet, dass da Seralini und Schmeiser, Pusztai und der Bauer Glöckner ausreichend zu Wort kommen (und wehe, man nimmt die wissenschaftlich auseinander…).

  36. Paul Breitenbach sagt: 31. März 2013

    Lieber Herr Wolfgang Nellen, die Bevölkerung mit Propaganda zu manipulieren gehört sicherlich eher zu Ihrem Tätigkeitsbereich.
    Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass das Prinzip der Genmanipulation auf einer Hypothese beruht, von der man heute weiß, dass sie fehlerhaft ist.
    Man ändert beim Gentransfer nicht nur eine einzige Sache, so etwas wirkt sich auf sämtliche biochemischen Abläufe aus, wobei ein Gen eine Reihe von Modifikationen auslösen kann, von denen wir heute absolut nichts wissen.
    Ihr Biotechnologen stützt euch doch selbst viel lieber auf Vermutungen.
    Substanzielle Äquivalenz… alles Lüge und Vertuschung, dass sollten Sie sehr sicher wissen!
    Was sich wirklich hinter der GenMANIPULATION steckt, werden wir wohl erst feststellen, wenn es zu spät ist.
    Man sollte dem unerforschten besser skeptisch gegenüber stehen, anstatt es schönzureden und Skeptiker für unwissend zu erklären.
    Gegen den NABU, Greenpeace, Grüne usw. zu wettern macht Ihre Absichten auch nicht glaubwürdiger, ganz im Gegenteil!
    Sie machen sich lächerlich.
    Aber wir dummen Unwissenden, kein Fachwissen, nichts, wie können wir uns bloß ein Urteil bilden.
    Ein schönes Sprichwort besagt: „Wir gewinnen, wenn wir lernen, mit dem, was wir haben, zufrieden zu sein, und wir verlieren, wenn wir unsere Lebenszeit damit aufbrauchen, dass wir nach immer mehr Gütern streben“.

  37. torben hoffmeister sagt: 2. April 2013

    Es war nie ein Geheimnis, dass das Prinzip der Züchtung auf einem Versuchs- und Irrtumsansatz beruht, von dem man heute weiß, dass man früher davon nicht wusste, wie es funktioniert.
    Man ändert beim Kreuzen nicht nur eine einzige Sache, so etwas wirkt sich auf sämtliche biochemischen Abläufe aus, wobei die Vereinigung von zwei verschiedenen Chromosomensätzen eine Reihe von extremen Modifikationen auslösen kann, von denen wir heute mehr wissen als jemals zuvor. Und trotzdem wurde es damals in Unkenntnis der Abläufe gemacht und wir konsumieren heute klaglos auch die unbekannten Produkte der Mutationszüchtung.
    Ihr Gentechnikgegner stützt euch doch selbst viel lieber auf Vermutungen über das, was wir wissen, als darauf, sich das Wissen anzueignen.
    Frankenfood – alles Lüge und Demagogie, das sollten Sie sehr sicher wissen.
    Aber wir dummen Wissenden, kein Bauchgefühl, nichts, wie können wir uns bloß ein Urteil über die Kampagnen von NABU, BUND, greenpeace und Co. bilden.

  38. HUM sagt: 3. April 2013

    Lieber Herr Paul Breitenbach,
    engagierte Wissenschaftler persönlich anzugreifen und mit sinnleerer Propaganda zu verunglimpfen gehört sicherlich eher zu Ihrem Tätigkeitsbereich.
    Es ist auch mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Gentechnikverweigerungshaltung auf Angst-getriebenen Hypothesen beruht, von der man heute weiß, dass sie allesamt fehlerhaft sind.
    Man ändert beim Gentransfer zwar nicht nur eine einzige Sache, so etwas kann sich sicherlich auf andere biochemischen Abläufe auswirken und eine Reihe von Modifikationen auslösen, die wir mithilfe modernster molekularbiologischer und physikochemischer Methoden aber heute so detailliert analysieren können, wie noch niemals in der Menschheitsgeschichte zuvor. Damit kann man unter den GVO-Pflanzen diejenigen gezielt herausfiltern, die die gewünschten Eigenschaften besitzen und darüber hinaus keine nachteiligen Veränderungen gegenüber der Ausgangssorte haben. Gentechnisch optimierte Pflanzen gehören zu den am besten untersuchten und sichersten Lebensmittel überhaupt. Würden wir die gleichen Sicherheitskriterien an konventionelle Lebensmittel anlegen, müssten z.B. Kiwis oder diverse Nüsse wegen Ihres hohen Allergiepotentials sofort vom Markt genommen werden.
    Ihr Gentechnikgegner stützt euch doch selbst viel lieber auf Vermutungen, Glauben und Bauchgefühle, dass sollten Sie sehr sicher wissen!
    Schon jetzt werden weltweit auf über 170 Millionen Hektar gentechnisch optimierte Pflanzen angebaut mit einer von Jahr zu Jahr steigenden Tendenz; sind denn alle diese Landwirte zu dumm, um Ihre gefühlte Wahrheit, Herr Breitenbach, zu erkennen? Bei ca. 12 Millionen Hektar in Deutschland ist das schon mehr als das 14fache unserer gesamten Ackerfläche hierzulande, die leider immer mehr aufgrund des deutschen Ökowahns zugunsten von „sogenannten“ Energiepflanzen (für die übrigens sehr zweifelhaften Risikotechnologie der „Bio“gasanlagen und „Bio“ethanol) zu ökologisch toten Mais- und Rapswüsten mutieren, was für ein Irrsinn… aber hierzu schweigen Sie wahrscheinlich, denn dann müssten Sie ja wirkliche Fakten zur Kenntnis nehmen statt sich als Skeptiker zu gerieren, der Sie noch nicht einmal sind, denn Sie wollen unwissend bleiben und sich dennoch ein Urteil erlauben. Haben Sie es vielleicht auch abgelehnt, den Führerschein zu machen, denn Autofahren ist eine Hochrisikotechnologie mit ca. 3000 realen Todesfällen pro Jahr alleine in Deutschland, von den negativen Auswirkungen für die Umwelt erst gar nicht zu reden, da müsste Ihr Bauchgefühl doch Alarm schlagen…
    Niemand riskiert sein Leben beim Anbau oder Verzehr von gentechnisch optimierten Pflanzen, im Gegenteil in den armen Ländern dieser Welt tragen solche Pflanzensorten zunehmend dazu bei, das es den Menschen dort besser geht; eine über Jahrzehnte von der EU geförderte – von der vielgeschmähten Industrie unabhängige – Sicherheitsforschung findet keine speziellen Risiken bei GVO-Pflanzen, die anders sind als die bei konventionell gezüchteten Pflanzen… aber davon brauchen Sie keine Kenntnis zu nehmen, denn Sie scheinen ja im Besitz der letzten Wahrheit, dass alles Lüge und Täuschung sei…
    Unzählige Menschen profitieren von Arzneimitteln, wie Insulin, die nur dank des molekularbiologischen Fortschritts überhaupt möglich geworden sind. Im Fall der EHEC-Katastrophe 2011 hat ein gentechnisch hergestelltes Medikament vielen an HUS erkrankten Menschen das Leben gerettet; ironischerweise waren viele der Betroffenen der Bio-Szene zuzurechnen, die von Gentechnik im Allgemeinen und GVO-Pflanzen im Speziellen ja rein gar nichts halten.
    So einfach geht es aber nicht zu auf unserer Welt… aber sich biologisches Wissen anzueignen, ist wesentlich mühsamer als aus dem Bauch heraus alles in Bausch und Bogen schlecht zu reden.
    Gegen NABU, Greenpeace, Grüne und Co. muss die Wissenschaft sich endlich vehement wehren, denn diese Organisationen sind in weiten Teilen zu einer reine Angstmach-Industrie verkommen und leben davon, anderen vermeintliche Risiken einzureden, vor denen nur sie -vorgeblich- die Verbraucher und Bürger schützen könnten; echter Natur- und Artenschutz ist deren Agenda schon lange nicht mehr. Das wäre lächerlich wenn es nicht so erschreckend traurig und armselig wäre. Wer mit technik- und fortschrittsfeindlichen Wir-sind-die-Guten-und-nur-wir-retten-die-Welt-Angstkampagnen Spendengeldern von über 40 Mill. Euro Jahresumsatz macht, der darf und will ja gar nicht mit Panikmache aufhören, er würde ja seine eigene Existenz aufs Spiel setzen. Angstmachen funktioniert aber nur gut bei Unwissenden und das Projekt HannoverGen trägt dazu bei, Unwissen durch Wissen zu ersetzen, wenn Sie sich einmal die Mühe machen würden, die Kommentare der betroffenen Schüler und Lehrer auf der Petitionsseite zu lesen. Daraus resultieren aber mündige Bürger, die sich leider nicht mehr so leicht bevormunden lassen, wie Sie und Ihresgleichen sich das offenbar wünschen und deshalb und nur deshalb wollen die Grünen, Greenpeace und Co. dieses Projekt einstampfen.
    Ihr Sprichwort geht dermaßen am Thema vorbei, dass es kracht. Wären die Menschen immer mit dem Status Quo zufrieden gewesen, in denen sie aktuell gelebt haben, dann hätte es keinerlei Fortschritt gegeben und Sie würden heute nicht in einem Wohlstand leben, der es Ihnen erlaubt, eine so weltfremde Anti-Haltung einzunehmen. Niemand hindert Sie daran, mit sich und Ihrer Umwelt zufrieden zu sein, um sich als Gewinner zu fühlen, sie müssen ja nicht nach mehr Gütern streben und dürfen gerne asketisch leben, aber bitte, schreiben Sie nicht mit Ihrer gefühlten, moranlinsauren Verweigerungshaltung anderen vor, was sie zu tun, zu denken und insbesondere zu wissen haben…
    Meinen Sie denn, Biologen und „Biotechnologen“ im Speziellen handeln verantwortungslos nach dem Prinzip, „nach mir die Sintflut“ und wären alle nur gewissenlos, geld- und konsumgeil und hätten keine Kinder, für die sie sich ein gute und sichere Zukunft in Wohlstand und Gesundheit in einer lebenswerten, vielfältigen Umwelt wünschen? Ich kenne keinen einzigen und mir wird im Gegenteil bei der irrationalen Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit um jeden Preis diverser NGOs und ergrünten Parteien Angst und Bange um die Zukunft meiner Kinder hier in diesem Land…
    Hätten Sie ein naturwissenschaftliches Studium absolviert, dann wüssten Sie, wie selbst-kritisch und mühevoll in der Biologie um Erkenntnisse gerungen werden muss, bevor etwas halbwegs Brauchbares für die Anwendung in der Pflanzenzüchtung dabei herauskommt. Es ist doch eher so, dass die Wissenschaftler es nie gelernt haben, sich der so erfolgreichen Propagandamethoden der NGO zu bedienen, weil Wissenschaft im Prinzip so nicht funktioniert. Da zählen harte Fakten und Sachargumente, die experimentell überprüfbar sein müssen und kein Bauchgefühl. Dumm ist nicht der, der etwas nicht weiß. Dumm ist nur derjenige, der unbeirrbar glaubt und nicht wissen will, aber dennoch meint, er könne trotzdem ein Urteil für sich und andere fällen. Das ist tiefstes Mittelalter – Gentechnik ist böse und die Erde ist eine Scheibe – … da kann man nur hoffen, dass die „Ökoreligion“ irgendwann einmal eine zweite Aufklärung erfährt…

  39. Paul Breitenbach sagt: 4. April 2013

    Danke HUM, für die informative „copy & paste“-Antwort.
    Das war kein Angriff auf engagierte Wissenschaftler, lediglich ein Hinweis, sich besser auf seine Arbeit zu konzentrieren, als ständig böse Umweltorganisationen zu verspotten.
    Es steht hier auch nicht zur Debatte, welche Organisation welche Ansichten hat.
    „Ihr Gentechnikgegner stützt euch doch selbst viel lieber auf Vermutungen, …“ -
    Ich bin kein Gegner der Gentechnik, ich möchte Klarheit und Ehrlichkeit.
    Ich möchte keine Gentechnik zu mir nehmen, ohne dass es Langzeitstudien zum Risiko gibt.
    Es muss mehr unabhängige Studien geben, dass würde mehr Vertrauen in der Bevölkerung schaffen.
    Stattdessen zieht man es vor, Gentechniknahrung direkt am Volk zu testen.
    Was haben Umweltorganisationen mit „Bio“gasanlagen und „Bio“ethanol zu tun?
    Ich lese nur noch „Ökowahn,Ökoreligion, NABU …“, schade, dass man den Menschen nicht besser erklärt worum es wirklich geht, stattdessen versucht man die Menschen viel lieber zu bekehren.
    Und dies ohne überzeugende Argumente.
    Wie viele Studien von unabhängigen Wissenschaften (30) gab es schon, mit erschreckenden Ergebnissen!!!
    Es ist erstaunlich, dass man dies nicht widerlegt , oder vergleichbare Tests durchführt.
    Wenn sie sich eine gesunde, gute und sichere Zukunft in Wohlstand und Gesundheit in einer lebenswerten, vielfältigen Umwelt wünschen, würden sie die negativen Tatsachen nicht verheimlichen und sich für eine solche Zukunft einsetzen.
    Ich finde es erstaunlich, dass sie wissen, welches Studium ich absolviert habe.
    Ich kann auch nur hoffen, dass die Genmanipulation bald zu einer Technologie wird und man eine realistische Aufklärung erhält.

  40. torben hoffmeister sagt: 4. April 2013

    „Es muss mehr unabhängige Studien geben, dass würde mehr Vertrauen in der Bevölkerung schaffen.
    Stattdessen zieht man es vor, Gentechniknahrung direkt am Volk zu testen.“
    Das ist auch so eine Legende, die Umweltorganisationen und andere NGO`s kultivieren. Für die ist eine Studie nur dann unabhängig, wenn die Ergebnisse in deren Weltbild passen, wie eben jene kürzlich mit den Rattentumoren des Herrn Seralini. Nur leider haben die Wissenschaftsgemeinde und alle Zulassungsbehörden zu der Methodik und den abgeleiteten Aussagen ein vernichtendes Urteil gefällt. Und folgerichtig sind in den Augen der NGO`s und ihrer Gefolgsleute alle die solche Aussagen tätigen nicht unabhängig. Die einzigen die nicht unabhängig sind, sind die NGO`s, die nicht lassen können von ihrer Ideologie und sich auch nicht von einer erdrückenden Erkenntnislast beeindrucken lassen. Leider wird es bei dem Thema nicht ausbleiben sich mit dieser unrühmlichen Rolle der NGO`s auseinander zu setzen, da diese zunehmend Aussagen tätigen die von der Wissenschaft nicht gedeckt sind und in ihren Aktionen eine zunehmend wissenschaftsfeindliche Einstellung beziehen
    Wenn Sie Lust haben, können Sie auf der folgenden Seite ja mal stöbern, wie viele Untersuchungen es gibt.
    http://www.biofortified.org/genera/studies-for-genera/
    Wie HUM eben schrieb, aufgrund der Regulierungswut sind gentechnisch veränderte Lebensmittel die am besten untersuchten.
    Sie werfen hier Bekehrungs- und Vertuschungsabsichten und Gewissenlosigkeit gegenüber der Zukunft vor. Das ist die typische Masche, zu glauben von einem hohen moralischen Ross herab auf konkrete Belege für solche Vorhaltungen verzichten zu können. Wo sind die vielen prognostizierten Geschädigten durch den Konsum von gv Lebensmitteln ? Wo sind die vertuschten Berichte für deren Gefährlichkeit ?
    Es gibt sie diese Welt, wo diese Fragen längst geklärt sind und in der es noch erlaubt ist auf Technologiefortschritt zu setzen und das bereits seit fast 20 Jahren. Dahin sind auch sämtliche deutsche Firmenschwergewichte mit Bedeutung auf dem Gebiet der grünen Gentechnik abgewandert. Leider findet dann die Wertschöpfung auch nicht mehr in Deutschland oder dem krisengeschüttelten Europa statt.

  41. HUM sagt: 4. April 2013

    Herr Breitenbach,
    nein, ich muss Ihnen da eindeutig widersprechen:
    Ihren einleitenden, persönlich an Herr Dr. Nellen gewandten Satz „die Bevölkerung mit Propaganda zu manipulieren, gehört sicherlich eher zu Ihrem Tätigkeitsbereich“ als “Hinweis, sich besser auf seine Arbeit zu konzentrieren, als ständig böse Umweltorganisationen zu verspotten“ zu relativieren, ist schon mehr als dreist und strotz geradezu vor Überheblichkeit. Ich schließe aus Ihrer „Logik“, wenn ein Wissenschaftler sich öffentlich gegen politische Willkür und NGOs zu wehren versucht, dann ist das also reine Propaganda, wenn dagegen Gentechnik-Gegner irrationale Angstparolen als unwiderrufliche Wahrheit verkünden, dann handelt es sich offenbar um unvoreingenommene Information? Au weia…

    Wenn Sie denn kein erklärter Gegner der Gentechnik sind, dann empfehle ich Ihnen zum einen
    als Einstieg den EU-Report „EU-funded GMO Research 2001-2010“
    http://bookshop.europa.eu/en/a-decade-of-eu-funded-gmo-research-2001-2010–pbKINA24473/
    (oder „googeln“ Sie doi 10.2777/97784)
    Ich zitiere aus dem Vorwort: “The main conclusion to be drawn from the efforts of more than 130 research projects, covering a period of more than 25 years of research, and involving more than 500 independent research groups, is that biotechnology, and in particular GMOs, are not per se more risky than e.g. conventional plant breeding technologies.”

    Extra wegen aller möglicher Bedenken und Ängste, wie auch Sie sie offensichtlich haben, wurde ein neuer Forschungszweig etabliert, die sog. Sicherheitsforschung. Bei den Akteuren handelt es sich vorwiegend um universitäre oder staatliche Einrichtungen, die mit öffentlichen Mitteln finanziert, diese Forschung in den letzten 25 Jahren betrieben haben… sind Ihnen diese Studien nicht unabhängig genug?

    Des Weiteren empfehle ich Ihnen das Diskussionsforum
    http://www.transgen.de/forum/viewforum.php?f=2
    Dort diskutieren Fachleute zu vielen Themen rund um Gentechnik und liefern häufig auch die Referenzen zu wissenschaftlichen Publikationen. Hier können sie überzeugende Fakten und Argumente kennenlernen, die Sie angeblich vermissen. Dort werden sie auch fündig werden zu Ihren Studien, die ein angebliches Gefährdungspotential durch GVO-Pflanzen nachzuweisen scheinen.

    Das man den Menschen nicht erklären würde, worum es geht, ist nicht wahr. Im Gegenteil, es gab schon vor 20 Jahren Diskussionspodien und öffentliche Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex. Übrigens, das Projekt HannoverGen will ja gerade aufklären!!! Wenn Sie schon Ihre Schulbildung hinter sich haben, können Sie daran ja leider nicht mehr daran teilhaben, aber es gibt z. B. Tage der offenen Tür an allen möglichen Universitäten hierzulande, da könnten Sie -wenn Sie denn wollten- in die biologischen Institute gehen und mit Fachleuten hart in der Sache diskutieren, Fragen stellen und sich ggf. Zusammenhänge und Hintergründe erklären lassen; sie müssten nur auch offen sein für die Pro-Argumente und nicht gleich alles wieder als Propaganda von angeblich Lobby-gesteuerten Wissenschaftlern abtun.

    Ihre Angst vor hypothetischen Langzeit-Risiken von intensiv getesteten GVOs in allen Ehren, aber meine Beispiele zielten gerade darauf ab, wie verzerrt sie eventuell mögliche Risiken gegenüber real existierende Bedrohungen bewerten und aufbauschen. Unser allgeliebtes Auto ist eine solche und man kann es in Todesfällen/Jahr und mehrere Hunderttausend überfahrenen Tieren konkretisieren. Dennoch benutzten -wahrscheinlich- Sie und ich es und gehen damit ein spürbares persönliches Risiko ein ohne nach unabhängigen Langzeitstudien zu rufen. Oder googeln Sie doch mal nach „Biogasanlagen und Unfälle bzw. Risiken“… Wenn Sie schon Angst für sich und unsere Umwelt haben, dann wählen sie sich doch Objekte, von denen eine konkrete, direkt messbare und in Zahlen auszudrückende Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgeht!
    Das Leben ist nun mal nicht ohne Risiko zu haben. Ihre Sehnsucht nach Null-Risiko äußert sich auch in der Behauptung, es würden negative „Tatsachen verheimlicht“. In der Wissenschaft kann die Wahrheit nicht auf Dauer verheimlicht werden, dazu gibt es zu viele Wissenschaftler, die kritisch die Ergebnisse ihrer Kollegen hinterfragen. Betrugsfälle, die leider auch vorkommen – denn auch Wissenschaftler unterliegen den gleichen Eitelkeiten und menschlichen Schwächen, wie jeder andere auch – werden spätestens von der ehrgeizigen Konkurrenz aufgedeckt.
    Die von Ihnen vage als „Genmanipulation“ bezeichnete molekularbiologische Methodik ist ein sehr komplexes und sich schnell weiterentwickelndes Gebiet, aber insbesondere in Deutschland konzentriert man sich nur auf das Verhindern, deshalb müssen sie sich eigentlich keine Sorgen um potentielle Restrisiken hier machen, denn diese „Technologie“ wird inzwischen fast ausschließlich außerhalb von Europa genutzt, vorangetrieben und dort auch als Chance begriffen (übrigens gilt das auch für viele hochqualifizierte Arbeitsplätze, die uns hier verloren gehen). Die Anti-Gentechnik Bewegung hat m. E. eines ihrer Ziele erreicht. Die Gentechnik in der Pflanzenzüchtung ist in Deutschland, einst führend in diesem Fach, inzwischen vom Aussterben bedroht und eine Region nach der anderen wird wohlfeil zur Gentechnik-freien Zone deklariert. Wenn sie keine Gentechnik-Nahrung aus gentechnisch veränderten Pflanzen zu sich nehmen wollen, sind Sie in Deutschland absolut sicher. Denn hier gibt es meines Wissens momentan keine Zulassung für irgendeine GVO-Pflanze, die als Nahrungsmittel verwendet werden könnte. Es wird in Zukunft aber immer schwerer werden, sich dem Weltmarkt zu verschließen, denn autark sind wir schon lange nicht mehr und es werden z. B. schon jetzt Futtermittel (Stichwort „Gensoja“) für die Tierproduktion in einem Maße aus Übersee importiert, wie wir sie selbst nicht anbauen können. Komischerweise hat das noch keinem der Tiere geschadet…

  42. torben hoffmeister sagt: 4. April 2013

    Sehr geehrter HUM
    Sie schrieben: „Denn hier gibt es meines Wissens momentan keine Zulassung für irgendeine GVO-Pflanze, die als Nahrungsmittel verwendet werden könnte“
    Da muss ich Sie korrigieren. In der Regel sind alle gv-Futterpflanzen auch als Lebensmittel zugelassen. Siehe hier: http://www.bfr.bund.de/cm/343/antraege-gvo-lm-fm-vo-1829.pdf
    Nur die Lebensmittelindustrie wagt nicht, solche Rohstoffe einzusetzen, da diese dann gekennzeichnet werden müssten und hier aufgrund der Stigmatisierung und der dann sicher von NGO`s angestoßenen hysterischen Empörung die Verkaufszahlen in den Keller rauschen. Komischerweise hält das keine der Aktivisten und empörten Menschen ab, in die USA zu reisen und hier solche Lebensmittel zu konsumieren. Da ist der Rock dann wieder näher als die Hose.

  43. HUM sagt: 4. April 2013

    Hallo Herr Hoffmeister,

    vielen Dank für die Korrektur und den Hinweis! Da ist mir im Eifer des Schreibens doch etwas durcheinandergeraten.
    MfG
    HUM

  44. Paul Breitenbach sagt: 4. April 2013

    Lieber Herr HUM (Hr.Nellen?), lieber Herr Hoffmeister, oder besser,
    liebe Gruppe,
    vielen Dank für Ihre Mühe, mich eines „Besseren“ zu belehren.
    Es ist keine Legende, dass unzureichend getestete genveränderte Nahrung an die Bevölkerung „verfüttert“ wurde/wird.
    Der Knaller ist, Sie schreiben „Denn hier gibt es meines Wissens momentan keine Zulassung für irgendeine GVO-Pflanze, die als Nahrungsmittel verwendet werden könnte „ und Herr Hoffmeister
    „Nur die Lebensmittelindustrie wagt nicht, solche Rohstoffe einzusetzen, da diese dann gekennzeichnet werden müssten „
    Gentechnisch veränderte Futtermittel werden auch hier verfüttert.
    Darauf können Sie getrost eine Müllermilch trinken oder lieber eine aus der Region von Schwälbchen.*
    Studien gibt es genug.
    Angefangen vom Rinderwachstumshormon rBGH, welches die Milchleistung der Tiere erhöhen sollte, dies war ein Skandal.
    2005 gab es eine Studie von Frau Ermakova, über das weltweit häufigste verfütterte gentechnisch veränderte Futtermittel. Das Resultat ein Skandal.
    2005 eine weitere Studie an der italienischen Univerität Piacenza.
    Sie wies bei Schweinen, die mit dem in der EU angebauten Genmais MON 810 gefüttert wurden, Bruchstücke des genveränderten Gens in Leber,Milz, Nieren und Blut auf.*
    2010 veröffentlichte der Biologe Alexej Suruv eine Studio zum Gen-Soja von Monsanto, das auf 91 % der amerikanischen Sojafelder angebaut wird.
    Zwei Jahre lang wurden die Tiere mit dem gentechnisch veränderten Soja gefüttert.
    Das Ergebnis ebenfalls verheerend. Wachstums- und Fortpflanzungsstörungen und bereits die dritte Generation war unfruchtbar.
    Es gibt noch weitere Studien und mit den vorliegenden Daten kann nicht geschlussfolgert werden, dass gentechnisch verändertes Futtermittel sicher sind.
    Es ist klar, dass wir Gentechnik über Fleisch, Eier oder Milchprodukte zu uns nehmen.
    Die neue Sojasorte Intacta, eine Kreuzung aus zwei genmanipulierten Sorten, wird von der „Skandalbehörde“ EFSA einfach mal so zugelassen, dabei wurden die Kombinationseffekte, die sich aus der Kreuzung ergeben, nicht ausreichend untersucht.
    2009 wurde bereits Genmais, der vier Gift-Fremdgene enthält, einfach so durchgewunken.
    Wo bleibt hier die Sicherheit?
    Monsanto hat mit PCB die Welt verseucht und macht es nun mit Roundup, welches hochgiftig ist und die Zellteilung beeinflusst. Fakt!
    Die Folgen des Soja-Anbaus in Paraguay, Argentinien usw. sind ebenfalls verheerend, immense ökologische Schäden, die der Anbau von Gen-Pflanzen verursacht.
    Ich finde es schon sehr dreist, dass man als Skeptiker vorgeworfen bekommt, man würde sich viel lieber auf Vermutungen, Glauben und Bauchgefühl stützen, so etwas ist tiefstes Mittelalter und hat mit Demokratie und Meinungsfreiheit nichts zu tun.
    Aber wir vergleichen ja mittlerweile schon Autofahren mit Gentechnik.
    Scheinbar schmiert sich Herr HUM Motoröl auf seine Brötchen.
    Laut Ihrer Aussage werden auf über 170 Millionen Hektar gentechnisch optimierte Pflanzen angebaut. Ob die Landwirte dumm sind?
    Nein, es gibt ja mittlerweile schon sehr viele, die sich dagegen wehren und das ist auch gut so.
    Es wurde in Mexiko ja nachgewiesen, wie der gentechnisch veränderte Mais sich mit dem einheimischen vermischt hat.
    „Es ist auch mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Gentechnikverweigerungshaltung auf Angst-getriebenen Hypothesen beruht ..“
    Also Herr HUM, schauen Sie der Realität mal ins Auge.
    Fehlerhaft ist hier die Gentech-Industrie und die Sicherheitsbehörde.
    Und das schreibe ich, obwohl ich kein Mitglied der „Ökoreligion“ bin.

  45. torben hoffmeister sagt: 4. April 2013

    Hallo Herr Breitenbach (oder greenpeace – redaktion ?), was Sie als Knüller bezeichnen ist unter weltoffenen Menschen als Gruppe eine Information, die jeder annimmt, der nicht so verbohrt ist wie Sie. Ach, fragen Sie mal die deutschen und österreichischen Landwirte wie häufig die auch ganz ohne Gentechnik das angeblich so giftige Roundup einsetzen. Sie werden da keine Freunde gewinnen, wenn Sie gegen das hochwirsame und zugleich umweltfreundliche Pflanzenschutzmittel derart polemisieren.

  46. Hoffmeister sagt: 5. April 2013

    Paul Breitenbach: “Gegen den NABU, Greenpeace, Grüne usw. zu wettern macht Ihre Absichten auch nicht glaubwürdiger, ganz im Gegenteil! Sie machen sich lächerlich.”
    Zur Käuflichkeit und Bestechlichkeit der Gutmenschen von greenpeace, NABU & Co., die ja laufend die Käuflichkeit anderer anprangern: http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/ngos-unternehmen-kontern-oekoaktivisten-aus-/7991908.html

  47. HUM sagt: 5. April 2013

    Lieber Herr Breitenbach,
    ich kann Ihnen versichern, dass ich mit Herrn Nellen weder verwandt noch überhaupt persönlich bekannt bin.
    Um es zu präzisieren, was ich eigentlich schreiben wollte, es gibt derzeit keinen kommerziellen Anbau von GVO-Pflanzen in Deutschland, so dass Sie nicht in die Verlegenheit kommen werden, transgenes Getreide, Obst oder Gemüse in irgendwelchen Geschäften oder gar auf Ihrem Teller zu haben. Es herrscht in Deutschland de facto ein Anbaustopp, nur die wenigsten Bauern trauen sich überhaupt noch, einen Antrag zu stellen, denn anhand des Standortregisters lassen sich die Flächen zuordnen und in kürzester Zeit können Sie mit wütenden Protesten und Feldzerstörungen rechnen:
    http://apps2.bvl.bund.de/stareg_web/showflaechen.do?year=2013
    http://www.transgen.de/anbau/deutschland/
    oder wenn Sie dieser Quelle eher trauen:
    http://www.bund.net/themen_und_projekte/gentechnik/kommerzieller_anbau/
    Natürlich gibt es diverse GVO-Pflanzensorten, die eine Zulassung haben und es gibt einen hohen Anteil an GVO-Soja bei Futtermittel für die Tierhaltung und auch ansonsten ist der Einsatz von Gentechnik in allen Lebensbereichen schon lange kein Geheimnis mehr
    http://www.gruenevernunft.de/seite/gentechnik-ist-alltag
    gibt eine schönen Überblick.
    Ich gebe Ihnen teilweise recht, dass man bei der Wahl der Mittel in der Tierproduktion zur Qualitätserhaltung und Leistungssteigerung sehr kritisch sein sollte (z.B. falscher oder übermäßiger Gebrauch von Antibiotika), insbesondere bei Hormonen mit offensichtlich negativen Effekten für die Tiere selbst.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Bovine_somatotropin
    Das scheint mir allerdings kein rein Gentechnik-spezifisches Problem zu sein und mit Tierzüchtung und -produktion kenne ich mich auch nicht aus.
    Sicherlich gilt, dass bei der Anwendung von Gentechnik in der Pflanzenzüchtung auch eine Einzelfallbetrachtung über Nutzen und mögliche Risiken gemacht werden muss und auch wird. Eben durch die aufwändigen Prüfungsprozeduren sollen ja mögliche negative Effekte entdeckt werden, bevor eine Zulassung erfolgen kann. Die Kosten dafür sind so hoch, dass es sich nur Großkonzerne leisten können, diese Zulassungsprozedur überhaupt durchzuführen, was meiner Meinung nach nicht gerade positiv ist…

    Was allerdings den Rest Ihrer Argumentationskette angeht, der scheint -wie Thorben Hoffmeister schon vermutet hat – eher einer Anti-Gentechnik-Kampagne zu entstammen, als auf wissenschaftlich begründeten Fakten zu beruhen. Wahrscheinlich stammen Ihre „Fallbeispiele“ aus dieser Quelle:
    Klaus Faissner : Wirbelsturm und Flächenbrand: Das Ende der Gentechnik
    http://www.zeitenschrift.com/magazin/67-mit-Gentechnik-sicher-in-die-krankheit.ihtml

    Ein kurzer Blick auf
    http://rationalwiki.org/wiki/Irina_Ermakova
    sollte Ihnen weitere Informationsquellen liefern, die die wissenschaftliche Validität der behaupteten Effekte zumindest fragwürdig erscheinen lassen. Auch die von Ihnen genannt Studie von Surov hat es nicht in ein international renommiertes Journal geschafft (es scheint sich hier übrigens um die „berühmte“ Hamsterstudie aus dem Transgen-Forum zu handeln => http://veganskeptic.blogspot.de/2011/10/alexey-surov-and-gm-soy-recurrent-tale.html bzw. der Original-Link darin zu http://oagb.ru/lib.php?txt_id=12292).

    Wenn solche Daten valide wären, würden sich die einschlägigen Fachjournale darum reißen, um eine weltweite Debatte der entsprechenden Fachleute anzukurbeln, die bei begründetem Verdacht versuchen würden, die Ergebnisse notfalls in eigenen Experimenten zu reproduzieren.
    Aber nach allem was ich ansonsten lese, scheinen Sie eher einer großangelegten Verschwörungstheorie anzuhängen. Wer die EFSA als reine Skandalbehörde sieht, wird auch keine anderen akademischen Institutionen und staatlichen Behörden als unabhängig anerkennen, geschweige denn Wissenschaftler, die Sicherheitsforschung betreiben oder ausgewiesene Fachleute, die sachlich fundiert die sogenannten GVO-Skandale als das entlarven, was sie sind, schlecht gemachte, fehlerhafte Studien, die solche in der Presse und bei den Gentechnik-Gegner „hochgejazzten“ Schlussfolgerungen gar nicht zulassen, wie zuletzt gesehen bei der „Skandal-Studie“ von Seralini et al.
    Sie dürfen Ihre Meinung gerne beibehalten, ich lasse Ihnen diese Freiheit, eine Freiheit, die den Befürwortern der grünen Gentechnik in Deutschland inzwischen immer mehr beschnitten wird.
    Ich verstehe durchaus, dass Sie Angst haben, Angst vor etwas, was Sie nicht direkt sehen, fühlen oder beeinflussen können, und die sich aufgrund der von Ihnen gesammelten Informationen als etwas wesentlich Bedrohlicheres für Sie darstellen muss, als das von mir mehrfach zitierte persönliche Risiko, das Sie täglich eingehen, wenn Sie in ein Auto steigen. Was ist an einem Vergleich von „Gen“technik mit der „Auto“technik denn so verkehrt? Sie selbst nennen es eine Technologie. Ist der Vergleich für Sie einer Verharmlosung? Bei beiden kann ich mein persönliches Risiko einer Gefährdung anhand von vorhandenen Daten und Zahlen abschätzen… wenn Ihnen das mit dem Auto nicht gefällt, nehmen wir doch den Verzehr von rohem Obst und Gemüse aus biologischem Anbau, das hat doch schon eher einen Bezug zu GVO-Pflanzen? Die EHEC-Krise von 2011 müsste doch auch Ihnen noch im Gedächtnis sein. Eine schöne Zusammenfassung finden Sie z.B. hier http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000919).
    Wenn Sie so wollen nehme ich -persönlich- die bisherigen belastbaren Daten und Fakten zu Risiken durch GVO-Pflanzen im Vergleich zu den Risiken einer EHEC-Infektion für mich als äußerst gering wahr. Zur persönlichen Risikowahrnehmung empfehle ich als Einstieg z. B.
    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/20/risikowahrnehmung-wenn-man-vor-den-falschen-dingen-angst-hat/.
    Alles wird allerdings daran scheitern, dass Sie weiterhin daran glauben werden, dass die eigentliche Wahrheit im großen Stil von allen vertuscht wird und nur ein Häuflein Aufrechter das Gefährliche und ungeheuerliche Risiken an der Gen-„Manipulation“ erkennen und aufdecken, aber von einem Gen-Technik-Industrie-Behörden-Komplex daran gehindert werden, es publik zu machen. Ihre Realität unterscheidet sich dahingehend grundlegend von meiner… ich habe nicht den Eindruck, dass in Deutschland eine behördliche und juristische Favorisierung von Gentechnik existiert, nicht einmal das BELV agiert in dieser Weise, siehe Aussetzung der Anbaugenehmigung für MON810 aufgrund fragwürdiger wissenschaftlicher Daten…
    Wie sich in dem soeben von Herrn Hoffmeister verlinkten Artikel lesen läßt:
    …Dass sich die BASF nun aus dem europäischen Markt für Genkartoffeln zurückgezogen hat, “würde ich total als Sieg verbuchen”, sagt Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin des BUND. “Ich denke, dass wir vielleicht den Markt für Genprodukte kaputt gemacht haben.”
    Das klingt für mich nicht nach Realismus sondern nach pseudoreligiösem Fanatismus und ist letztlich eine Bankrotterklärung für unseren Technologie- und Wissenschaftsstandort Deutschland.

  48. Wolfgang Nellen sagt: 9. April 2013

    @ Paul Breitenbach:
    ich schimpfe dann über Greenpeace und Freunde, wenn sie sich als Experten darstellen und eben die Einrichtungen schließen wollen (Univ. Hannover), die Information und Expertise vermitteln.
    Ich schimpfe dann über Greenpeace und Freunde, wenn sie ausgewogenen Unterricht an den Schulen wollen, selber an Schulen und Kindergärten ihre Interessen vertreten, mir aber auf Anfrage mitteilen, dass ihnen die Kapazitäten und Kompetenzen fehlen, im einen Schülerlabor konstruktiv mitzuarbeiten.
    Ich schipfe auch dann über Greenpeace und Freunde, wenn sie trotz fehlender Kompetenz Kinder in Uniformen als “Genmilchdetektive” in Supermärkte schicken.
    Wir brauchen Information, wir brauchen eine aufgeklärte Bevölkerung. Eine Organisation, der nach eigenen Angaben die Kompetenzen dazu fehlen, kann das wohl nicht leisten. Oder doch?
    Der Erfolg der weltweit erfolgreichsten Werbeagentur spricht dafür – ein Schurke der schlecht darüber denkt!
    Mein Angebot an Greenpeace und B’90/Grüne zu einer konstruktiven Mitarbeit steht nach wie vor. Die Reaktion: keine.

  49. Paul Breitenbach sagt: 4. Juni 2013

    Es ist schade, dass Greenpeace und „Freunde“ sich nicht mit ihnen an einen Tisch setzen können/wollen.
    Das ist aber kein Grund durch ihre gekränkte Eitelkeit diese Menschen zu verspotten.
    Ich denke, es gibt einige Experten bei Greenpeace & „Freunde“ , weshalb das Projekt Hannover-Gen gestoppt wurde.
    Das Kinder nicht so geschult sein können wie sie als „Wissenschaftler“, ist doch klar.
    Es ist doch erstaunlich, dass Kinder sich gegen etwas wehren, dass sie nicht richtig verstehen.
    Aber es ist auch klar, dass grüne Gentechnik der Umwelt und Landwirten schadet und keine Vorteile bringt.
    Es fehlen mehr Langzeitstudien!
    Darauf sollte man sich spezialisieren, nur so kann man Gentechnik vorantreiben.
    Menschen als Versuchskaninchen.. , ich halte das für den falschen Weg!
    Das verstehen auch Kinder.
    Ja, wir brauchen Informationen und müssen die Bevölkerung aufklären.
    Ich frage mich aber, wie wollen Sie das machen?
    Ausgewogener Unterricht liegt im Auge des Betrachters.
    Von welcher Werbeagentur schreiben sie?
    Ich denke, es macht keinen Sinn über Parteien oder Umweltorganisationen zu „schimpfen“, man sollte einen EIGENEN Weg finden um Menschen zu überzeugen.

  50. André de Kathen sagt: 21. September 2013

    Paul Breitenbach gibt sich tolerant – als gäbe es hier eine Diskussion auf Augenhöhe. Das ist aber nicht der Fall. Die Faktenlage ist eindeutig, die Vorwürfe gegen HannoverGen absurd…auch Herr Breitenbach spart sich offenbar die Mühe, einer Sache auf den Grund zu gehen. Man ist nicht notwendigerweise auf dem richtigen Weg, nur weil man sich “in der Mitte” wähnt, für alle Seiten offen ist nur weil man den Aufwand scheut. Wenn der EIGENE Weg der Weg des geringsten Aufwands ist, dann sollte man darauf verzichten. „Die Aufklärung muss an der Wurzel des Übels ansetzen. Es rächt sich, wenn man den Glauben an Hexen und Zauberer (beliebig erweiterbar um Ideologen, Propagandisten, religiöse Spinner u.a.) respektiert und zugleich hofft, dass niemand diesen Glauben missbrauchen oder radikal interpretieren, d.h. auf die Jagd nach Hexen und Teufeln gehen wird.“
    Apropos Langzeitstudien – immer wieder gern angeführt. Ich habe bisher noch keinen Vorschlag gehört, wie diese denn aussehen sollten, damit die selbsternannten Kritiker Ergebnisse akzeptieren können – und soll das dann ohne Freisetzungsversuche funktionieren? Wo das Ergebnis schon feststeht, Herr Breitenbach (bringt nix!), wozu dann noch Studien? Ihr Beitrag enthält fundamentale logische Fehler. Und es gibt auch eine Sünde des Unterlassens. Das muss man in einer fundierten Folgenabschätzung auch berücksichtigen. Vielleicht fällt es Ihnen nicht auf, aber die Industrielastigkeit er Grünen Gentechnik, die ich so gar nicht bestreiten würde, hängt auch damit zusammen, dass die Anti-Gentechnik-Lobbyisten das kurz und klein geschlagen haben, was sie konnten, im Wesentlichen (nur)den öffentlichen Sektor. Und HannoverGen gehörte dazu – dafür ist nicht Monsanto verantwortlich sondern eine pseudoreligiöse Propaganda, die auch vor persönlichen Diffamierungen nicht halt gemacht hat…und die Schüler haben genau das bemerkt. “Experte” ist keine geschützte Bezeichnung – so darf sich jeder schimpfen. Im Falle einer Krankheit vertraue ich immer noch eher einem/r ausgebildeten Mediziner/in und nicht dem selbsternannten Heiler ohne Referenzen.

  51. nellen sagt: 22. November 2013

    HannoverGen wurde erfolgreich ausgesessen. Keiner fragt mehr. Keiner meckert.
    Keiner?
    Doch! Ein kleines Schülerlabor im Norden Hessens hat acht Monate noch einmal angefragt, was aus den ambitionierten Plänen der rot-grünen Landesregierung geworden ist:
    http://www.sciencebridge.net/forum/viewthread/163/P15/

    Die vormals wortgewaltige Ina Korte fühlt sich nicht kompetent.
    Wenn die FDP ihre Zusage hält könnte es noch einmal lustig werden.
    Herr Weil sitzt weiterhin aus.
    Die CDU wollte die Schließung von JannoverGen “nicht hinnehmen” – jetzt aber schweigt sie – nachhaltig.

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