Ökolandbau und Gentechnik: Auf immer natürliche Feinde?

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18. November 2012 | von: Gerd Spelsberg

Ökolandbau und Gentechnik – das ist wie Feuer und Wasser. Das eine schließt das andere kategorisch aus - und daran wird sich zumindest in Deutschland auch erst einmal nichts ändern. Für die ökologische Lebensmittelwirtschaft lebt es sich gut und erfolgreich in der scharfen Abgrenzung zur Gentechnik. Es gibt keinen Grund, daran zu rütteln, denn das gesetzliche Verbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist für die Öko-Lebensmittelwirtschaft ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Doch hier und da bröckelt es an der Grenzmauer. Gentechnik – das ist ein eingängiges Symbol für die industrialisierte, gegen „die Natur“ gerichtete Landwirtschaft, herbizidresistente Soja-Monokulturen in Südamerika oder die „Vermaisung“… Mehr 

Ein europäisches Gesetzgebungs-Paradoxon

Tomate

18. August 2011 | von: Torben Hoffmeister

Stefan Rauschen hat es in seinem blog-Beitrag zu den „unerwünschten Inhaltsstoffen“ thematisiert. Ich will es weiter ausbauen.

Das Thema: Warum werden gentechnisch veränderte Pflanzen einem monströsen Zulassungsverfahren und einer extensiven Risikoabschätzung unterworfen, während durch „klassische“ Verfahren wie Mutagenese erzeugte Pflanzen außer einer Sortenzulassung keinen Regularien unterliegen? Dasselbe gilt für moderne Verfahren der molekularen Pflanzenzüchtung wie z.B. tilling ("Tilling: Die „gute“ Alternative zur Gentechnik?" ). Auch beim tilling gibt es die Mutagenese-Anwendung, die Suche nach der gewünschten Mutation erfolgt durch Anwendung molekulargenetischer Methoden jedoch zielgerichteter. Wenig zielgerichtet sind jedoch die Mutationen, egal ob unter Anwendung chemischer Substanzen… Mehr 

“Unerwünschte Inhaltsstoffe”

Soja

16. August 2011 | von: Stefan Rauschen

Der (Des)Informationsdienst Gentechnik, der hier bereits öfter wegen panischer Meldungen zitiert wurde, hält sich diesmal in seiner aktuellen Meldung sogar ein wenig zurück:

"Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erklärte Ende Juli zwei neue gentechnisch veränderte Sojabohnenpflanzen mit unbeabsichtigten Stoffwechselveränderungen für unbedenklich."

Hervorhebung durch mich.

Zurück geht dies auf eine Pressemitteilung des Vereins TestBiotech e.V., der in seiner Überschrift von "unerwünschten Inhaltsstoffen" spricht:

"Bei Soja 356043 der Firma Dupont/Pioneer wurden zu hohe Gehalte an verschiedenen Fett- und Aminosäuren festgestellt, bei Soja MON87701 der Firma Monsanto hat sich durch den Eingriff in das… Mehr 

Gentechnik und Ökolandbau: Eine ungewöhnliche Verbindung

15. April 2011 | von: Kai Priesnitz

Nachdem mein letzter Beitrag zum wirklich lesenswerten Buch „Tomorrows table“ auf recht wenig Resonanz stieß, nun der Versuch die Diskussion durch einen kleinen Auszug aus dem Buch von Pamela Ronald und Raoul Adamchak noch mal anzustoßen.

Wie bereits zuvor beschrieben haben sich Pamela, Professorin für Pflanzen-Pathologie, und ihr Ehemann Raoul, Biobauer, angeregt durch die Diskussionen in ihrem Freundeskreis zusammengesetzt und ihre Ideen zum Thema Grüne Gentechnik in einem gemeinsam verfassten Buch aufgenommen.

Um auch hier bei uns eine Diskussion anzuregen, habe ich mir die Mühe gemacht, die ausgewählten Abschnitte ins Deutsche zu übersetzen. Zunächst… Mehr 

“Glücksfall” Gen-Bäume

Eukalyptus Blüte, Sardinien

26. Januar 2011 | von: Matthias Fladung

Ist die Wissenschaft denn nun völlig übergeschnappt?“

Diese oder eine ähnliche Frage mag sich der eine oder andere Leser stellen. Nach Gen-Mais, Gen-Raps und Genkartoffeln kommen nun auch Gen-Bäume? Sei es einmal dahingestellt, dass alle Pflanzen, Tiere und sogar wir selbst Gene beinhalten, muss denn auch noch an den Genen von Bäumen „herumgespielt“ werden? Ist es denn nur der Spieltrieb der Wissenschaftler oder sind es ihre Machtphantasien? Oder übersehen wir in unserer etwas naiven Vorstellung einfach nur die Tatsache, dass die Veränderung von Genen eine der treibenden Kräfte der Evolution darstellt? Aber ok, Evolution verläuft langsam,… Mehr 

Unter dem Radar…

8. September 2010 | von: Stefan Rauschen

...gehen einigen gegenüber der Pflanzenbiotechnologie "kritischen" Organisationen einige Sachen durch. Und entlarven dabei, auf welch hölzernen Fundamenten einige "Argumente" fußen.

Ein Beispiel, dass dies auf grandiose Weise aufzeigt, stelle ich heute genauer vor, nachdem ich das vor einiger Zeit schonmal angeschnitten hatte.

Vorwegschicken möchte ich, dass es mir hier nicht darum geht, die einen gegen die anderen auszuspielen. Weder die einen Züchtungstechniken, gegen die anderen. Noch die einen Firmen, gegen die anderen. Ich finde, man sollte Technologie-offen sein, und jene Technologien nutzen, die sicher sind und einen sinnvollen Beitrag zu einer Problemlösung liefern können.… Mehr